29.11.2016, 11:45 Uhr

Nach schlechtem Wahlergebnis Stadtverband der Piraten geht in Delmenhorst von Bord

Im zurückliegenden Wahlkampf strahlten die Gesichter der Kandidaten für den Delmenhorster Rat noch Zuversicht aus: von links Andreas Neugebauer, Anja Reisgies, Katja Beyer und Florian Beyer. Foto: Ramona NeugebauerIm zurückliegenden Wahlkampf strahlten die Gesichter der Kandidaten für den Delmenhorster Rat noch Zuversicht aus: von links Andreas Neugebauer, Anja Reisgies, Katja Beyer und Florian Beyer. Foto: Ramona Neugebauer

Delmenhorst. Der Stadtverband Delmenhorst der Piratenpartei ist Geschichte.

Nach sieben Jahren politischer Arbeit haben die verbliebenen Mitglieder die Konsequenzen aus dem für sie schlechten Ergebnis bei der Kommunalwahl gezogen und ihn aufgelöst. Die Partei war trotz eines aufwendigen Wahlkampfs lediglich auf 1,9 Prozent aller abgegebenen Stimmen gekommen.

Geschäftsstelle schon geräumt

Ihre Geschäftsstelle an der Schulstraße hat sie bereits Ende vergangener Woche geräumt. Das einzig verbliebene Ratsmitglied Andreas Neugebauer bildet im Rat inzwischen eine Gruppe mit der SPD . Er sagte, nach Auffassung aller noch Aktiven hätten Aufwand und Ertrag zuletzt nicht mehr in einem vertretbaren Verhältnis gestanden. Das halbe Dutzend vor Ort verbliebener Piraten gehöre nun direkt dem Landesverband der Partei an.

Mit inhaltlicher Arbeit kaum gepunktet

„Wir haben einen inhaltlichen Wahlkampf gemacht, mussten aber feststellen, dass diese inhaltliche Arbeit offenbar nicht trägt“, bedauerte Neugebauer. Auch dass die Piraten-Fraktion in der vergangenen Wahlperiode im Rat die meisten Anträge pro Ratsmitglied eingebracht habe, sei leider nicht honoriert worden.

Neugebauer will als Pirat im Rat weitermachen

Zu seiner eigenen Position sagte Neugebauer: „Ich bin Pirat und ich bleibe das auch. Außerdem bin ich als Pirat gewählt worden.“ Neu nachdenken müsse er allenfalls, wenn auch der Landesverband der aktuell in vielen Bereichen bröckelnden Partei irgendwann nicht mehr existieren würde.


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