23.11.2016, 18:33 Uhr

Abbruch des Hertie-Parkhauses naht Delmenhorster Parkplatz-Konflikt spitzt sich zu

Bald Geschichte: Das ehemalige, leer stehende Hertie-Parkhaus. An seine Stelle sollen Wohnungen errichtet werden - oder doch wieder ein Parkhaus? Foto: Michael KornBald Geschichte: Das ehemalige, leer stehende Hertie-Parkhaus. An seine Stelle sollen Wohnungen errichtet werden - oder doch wieder ein Parkhaus? Foto: Michael Korn

Delmenhorst. Wie die Stadt Delmenhorst heute, Mittwoch, mitteilte, soll das ehemalige-Hertie-Parkhaus im Januar abgebrochen werden. Baurätin Urban will Alternativflächen prüfen, während eine Bürgerinitiative den Druck erhöht.

In der Kontroverse um eine Parkplatz-Lösung für die geplante Wiederbelebung des ehemaligen Hertie-Kaufhauses in Delmenhorst hat sich Stadtbaurätin Bianca Urban für eine zeitnahe Klärung ausgesprochen. Sie bekräftigte auf Nachfrage, dass alle Beteiligten innerhalb der nächsten drei Monate die Standortfrage entscheiden müssten. Zur Prüfung für zusätzliche rund 200 Parkplätze im östlichen City-Abschnitt stünden die Bereiche Am Vorwerk, altes Hertie-Parkhaus und private Flächen. Im Februar nächsten Jahres läuft die Frist für den Hertie-Investor ab, innerhalb derer er sich über den Vermarktungsstand an Mietinteressenten aus dem Einzelhandel gegenüber der Stadt erklären muss.

Abbruchkosten trägt Steuerzahler

Wie das Rathaus gestern mitteilte, wird der rund dreimonatige und 600.000 Euro teure Abbruch des ehemaligen Hertie-Parkhauses am 10. Januar beginnen – und damit fast parallel zum Abriss des City-Parkhauses Am Stadtwall . Die Kosten werden voll öffentlich finanziert.

Initiative fordert Planungsstopp

Unterdessen hat die Bürgerinitiative gegen ein Parkhaus am Vorwerk am Dienstag einen sofortigen Stopp der Planungen gefordert. Per Resolution stellten sich 50 der 51 Teilnehmer des Treffens gegen eine Standortprüfung, „da diese nicht dem Willen der Bürger und der zur Kommunalwahl angetretenen Parteien entsprechen.“ Die Verwaltung wird aufgefordert, die Grünfläche am Vorwerk zu erhalten. Investor Werner Uhde solle Parkplätze am Standort des Hertie-Parkhauses planen oder sich um alternative Lösungen bemühen.


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