10.10.2016, 06:33 Uhr

„Feste positiv für Delmenhorst“ Kartoffelfest 2016: Verneigung vor einem Urgestein


Delmenhorst. Im Jubiläumsjahr des Kartoffelfests gibt es eine ganz besondere Person. Die volle City trägt zum positiven Image Delmenhorsts bei.

Brutzelnde Kartoffelpuffer, zackiger Tanz, selbst gefertigtes Kunsthandwerk: Zehntausende strömten am Sonntag in zum Kartoffelfest in die Delmenhorster Innenstadt . Doch hervorzuheben ist, dass das 25. Fest dieser Art mit einer Verneigung begann: Bauer Moorschlatt, mit Vornamen Dietrich, beehrt das Fest seit einem Vierteljahrhundert mit seinem Kartoffel-Verkaufsstand. Keine Frage also, dass diesem „Urgestein“ eine besondere Ehre zuteilwurde. Oberbürgermeister Axel Jahnz überreichte zur Eröffnung eine knollenförmige Plakette zum Dank. Moorschlatt sei ein Symbol für das Traditionsfest. Dieser, nie um einen Spruch verlegen, erwiderte feixend: „Ich kann mir das um den Hals hängen, aber mit ins Bett nehme ich es nicht.“

„In Delmenhorst passiert viel“

Und zur 25. Auflage hatte der Veranstalter, die Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft einiges aufgefahren: Von Livemusik über Kinderbespaßung in der Markthalle, bis Kunsthandwerk auf dem Rathausbrunnenplatz und natürlich zahlreichen Essensständen war alles vertreten, um das Jubiläum zum Erfolg werden zu lassen. Besucher Frank Münkewarf, unter der Woche leitet er das hiesige Jobcenter, sagte etwa: „Das Kartoffelfest knüpft an die erfolgreichen Feste der Vormonate wie der Bierbörse oder dem Stadtfest an. Man sieht, dass in Delmenhorst in diesem Bereich viel passiert.“ Und dies tue auch dem Image der Stadt gut. Stimmen wie solche gab es viele. (So lief das Kartoffelfest 2015)

Ungemach über City-Pflaster: „Jedes Mal eine neue Kuhle“

Aber es gab auch jene, die sich ziemlich an der offenen City-Pflasterung störten. „Uns gefällt das Kartoffelfest. Aber jedes Mal, wenn man in die Stadt kommt, tut sich eine neue Kuhle auf“, meinte etwa Thomas Rehbock aus Ganderkesee. Und auch wenn sich der Sprecher der City-Kaufleute, Christian Wüstner, in Geduld übt: „Die Baustellen haben eine gewisse Brisanz. Nicht nur, was die Kundschaft angeht. Sind die Arbeiten Ende 2017 abgeschlossen, müssen einige Händler ihr Laminat neu verlegen, weil die Oberflächen durch den Splitt zerkratzt sind.“


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