21.03.2016, 12:10 Uhr

Tödliche Verfolgungsjagd in Delmenhorst Unfallfahrer hatte nicht einmal einen Führerschein


Delmenhorst. Der 26-jährige Delmenhorster, der sich in der Nacht zu Sonntag mit zwei Promille hinters Steuer setzte und bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei einen 40-jährigen Beifahrer in den Tod riss, hätte sich nicht nur aufgrund seines Alkoholpegels nicht hinters Steuer setzen dürfen.

„Wir können mittlerweile sagen, dass der Unfallfahrer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war“, sagte Polizeisprecherin Melissa Oltmanns am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion. Der 26-jährige war in der Nacht zu Sonntag auffällig langsam unterwegs. Als die Polizei ihn kontrollieren wollte, gab er in der Nacht zu Sonntag Vollgas, raste mit über Tempo 100 durch die Innenstadt und verlor schließlich an der Stedinger Straße die Kontrolle über den Wagen . Ein 40-jähriger Beifahrer starb.

Delmenhorster soll Haftrichter vorgeführt werden

Es sei an diesem Montag geplant, den Mann dem Haftrichter vorzuführen. Grund sei laut Oltmanns jedoch nicht der tödliche Unfall, sondern der internationale Haftbefehl, der aus Bulgarien gegen den Delmenhorster vorlag. Medienberichte, wonach der Haftbefehl auf einen Diebstahl zurückgehen soll, konnte Oltmanns nicht bestätigen.

Noch offene Fragen

Unklar ist für die Polizei auch noch immer, in welchem Verhältnis der Unfallfahrer und die beiden anderen Personen im Auto zueinanderstanden. Während der 40-Jährige starb, wurde eine 32-jährige Frau leicht verletzt.


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