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20.03.2017, 17:14 Uhr TECHNOLOGIEMESSE CEBIT

Digitalisierung: Mitmachen oder untergehen

Kommentar von Uwe Westdörp

Was Roboter alles können: Auf der CeBIT in Hannover lässt der japanische Hersteller Hitachi einen Roboter Suhi servieren. Foto: AFPWas Roboter alles können: Auf der CeBIT in Hannover lässt der japanische Hersteller Hitachi einen Roboter Suhi servieren. Foto: AFP

Osnabrück. Die Digitalisierung der Wirtschaft macht vielen Menschen Angst. Umso wichtiger ist es, Chancen und Risiken transparent zu machen. Ein Kommentar.

Na klar gibt es nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer bei der Digitalisierung der Wirtschaft: Neue Jobs entstehen, alte fallen weg. Doch hat es keinen Sinn, zögerlich zu sein. Denn die Umwälzungen und Produktivitätsfortschritte in der Fertigung und bei Dienstleistungen sind so groß, dass kein Unternehmen auf Dauer darauf verzichten kann. Wer zu spät kommt, riskiert zurückzufallen. Wer nicht mitmacht, wird untergehen.

Auch Deutschland macht da keine Ausnahme. Umso erstaunlicher ist es, dass viele Firmen immer noch nicht erkannt haben, welche neuen Chancen sich ihnen bieten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen hinken hinterher – von Schulen und öffentlichen Verwaltungen ganz zu schweigen.

Da hilft nur eins: Mehr Mut zur Innovation. Voraussetzung dafür sind freilich mehr Transparenz und Information. Denn wer Chancen und Risiken nicht richtig einschätzen kann, der wird sich im Zweifel gegen Veränderungen sperren.

Es ist vor diesem Hintergrund schade, dass die CeBIT von einer Messe fürs breite Publikum zu einer reinen Fachmesse geworden ist. Denn Digitalisierung war noch nie ein so bedeutendes Thema wie heute. Sie geht alle an – nicht nur Experten.


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