24.11.2016, 06:00 Uhr

Neue Mitarbeiter bei VW Wird die Autoproduktion bei VW in Osnabrück vervierfacht?

Bis zu 80.000 Autos will VW offenbar im nächsten Jahr in Osnabrück produzieren. Das wäre ein Vielfaches der bisherigen Stückzahl. Foto: dpaBis zu 80.000 Autos will VW offenbar im nächsten Jahr in Osnabrück produzieren. Das wäre ein Vielfaches der bisherigen Stückzahl. Foto: dpa

Osnabrück. Bis zu 80.000 Autos will VW offenbar im nächsten Jahr in Osnabrück produzieren. Das wäre ein Vielfaches der bisherigen Stückzahl. Außerdem könnten auf die 300 Portugiesen, die derzeit beim Bau des Tiguan helfen, weitere ausländische Mitarbeiter folgen.

Bei einer Veranstaltung von regionalen Mittelständlern auf dem Werksgelände von VW sprachen am Mittwochabend nicht nur Autoexperte Stefan Bratzel und der ehemalige Hamburger Bürgermeister Ole von Beust, sondern auch der neue Sprecher der Geschäftsführung von VW in Osnabrück und Leiter der Techniksparte, Ulrich Riestenpatt gt. Richter.

„Wir fahren jetzt mal die Fabrik hoch“

Richter erklärte, dass die Produktion in Osnabrück in einigen Bereichen mittlerweile im Drei-Schicht-Betrieb bestritten werde. „Wir fahren jetzt mal die Fabrik hoch und schauen dann, wo eine Welle bricht“, sagte Richter. Im Jahr 2017 wolle man am Standort Osnabrück rund 60.000 bis 80.000 Autos produzieren. Auch wenn VW selbst keine Zahlen zur produzierten Stückzahl in den vergangenen Jahren veröffentlichte, dürfte diese nach eigenen Hochrechnungen bislang bei rund 20.000 jährlich gelegen haben.

Außerdem ging Richter auf einen neuen Auftrag ein: Der Konzern hatte bereits mitgeteilt, dass der in Tschechien produzierte Skoda Fabia in Osnabrück lackiert werden solle. Zahlen wollte der Osnabrücker VW-Sprecher Alexander Ott dazu bislang nicht nennen. Der neue Geschäftsführer sprach jedoch von 22.000 Fahrzeugen pro Jahr.

Ersatz für portugiesische Mitarbeiter?

Ulrich Riestenpatt gt. Richter. Foto: Wirtschaftsförderung Osnabrück

Außerdem ging Richter auf die Mitarbeiterzahl am Standort Osnabrück ein. Insgesamt arbeiteten rund 3300 Menschen auf dem Werksgelände von VW. Nicht alle sind direkt beim Unternehmen angestellt, es handelt sich also etwa auch um Hilfskräfte, Logistiker und Kantinenpersonal.

Insgesamt seien an diesem Standort 2750 Menschen angestellt, davon 300 Portugiesen, die von VW temporär für den Bau des Tiguan eingesetzt und in Containern untergebracht worden sind. Richter sprach davon, dass der Osnabrücker Standort seiner Verantwortung im internationalen Konzerngeflecht nachkommen werde und deutete an, dass die Unterkünfte der Portugiesen bald mit Mitarbeitern einer anderen Nationalität belegt werden könnte.


0 Kommentare