17.04.2017, 14:03 Uhr

SV Werder Bremen Sportchef Frank Baumann verurteilt Attacke auf HSV Bus

Während der Anfahrt zum Bremer Weserstadion wurde der Bus des Hamburger SV mit Farbeuteln, Eiern und kleinen Flaschen beschmissen. Foto: dpaWährend der Anfahrt zum Bremer Weserstadion wurde der Bus des Hamburger SV mit Farbeuteln, Eiern und kleinen Flaschen beschmissen. Foto: dpa

Bremen. Werder-Sportchef Frank Baumann hat die feindseligen Attacken auf den Mannschaftsbus des HSV vor dem Nordderby am Ostersonntag verurteilt.

Es waren ohne Frage die unschönsten Bilder rund um das Bundesliga-Nordderby zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV: Bei der Anfahrt zum Weserstadion wurde der Mannschaftsbus der Gäste eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff mit grün-weißen Farbbeuteln, Eiern und kleinen Glasflaschen beworfen. Dabei wurde die Frontscheibe des Gefährts beschädigt.

Mulmige Gefühle geweckt

Nur wenige Tage nach dem Anschlag auf den Bus von Borussia Dortmund vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco wurden in Bremen durch die vollkommen unnötige Aktion mulmige Gefühle geweckt. „Ich bin ehrlich: Man zuckt schon zusammen. Die Farbbeutel waren nicht so schlimm, die haben ein bisschen geknallt, aber wenn dann kleine Flaschen fliegen, knallt es schon lauter“, berichtete HSV-Trainer Markus Gisdol nach der Partie – und gab sich fast ein bisschen resigniert: „Man muss wohl so etwas mittlerweile in unserem Sport akzeptieren, aber nach den Vorkommnissen der letzten Tage ist man in solchen Momenten etwas angespannt.“

Auch Hamburgs Torhüter Christian Mathenia äußerte sich nach dem Spiel zum Angriff gegen den HSV-Bus. „Es war schon eine komische Situation“, sagte er. Jeder Spieler gehe mit solchen Momenten anders an, „mich persönlich hat es gepusht“.

Frank Baumann enttäuscht

Werders Sportchef Frank Baumann war bei aller Freude über den 2:1-Derbysieg seiner Mannschaft sichtlich enttäuscht von den Werfern. „Ich habe für so etwas grundsätzlich kein Verständnis. Gerade nach den Vorkommnissen in Dortmund hätte ich mir da deutlich mehr Zurückhaltung gewünscht“, betonte er.


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