02.12.2016, 07:30 Uhr

Der Tag beim VfL Osnabrück Glückwunsch an Baschetti und Co. – und heute geht‘s nach Köln

Zwei alte Bekannte: Das heutige „Geburtstagskind“ Mirko Baschetti (rechts) und Daniel Thioune. Foto: imago/RustZwei alte Bekannte: Das heutige „Geburtstagskind“ Mirko Baschetti (rechts) und Daniel Thioune. Foto: imago/Rust

Osnabrück. Bevor der VfL-Tross heute nach Köln aufbricht, bittet der Coach am Vormittag erst noch zum Training. Im „lila-weißen Geburtstagskalender“ sind gleich vier Einträge enthalten.

Training: Coach Joe Enochs bittet vor der Abfahrt nach Köln seine Profis heute noch einmal um 11 Uhr zur Übungseinheit auf die Illoshöhe.

Erinnerungen: Drei ganz bittere Niederlagen gegen die Fortuna reihten sich zuletzt aneinander. Das 1:3 in der Osnatel-Arena am letzten Spieltag der Saison 2015/16 erzürnte die Fans, weil die Mannschaft damit den Sprung auf den vierten Platz und damit die Qualifikation für den DFB-Pokal verpasste. Im Hinspiel hatten die Kölner ebenfalls mit 3:1 gewonnen, damit riss eine Positivserie nach neun Spielen ohne Niederlage. Und im Rückspiel der Saison 2014/15 verdarb die Fortuna mit einem 1:0-Sieg in Osnabrück die Geburtstagsfeier zum 40-jährigen Flutlichtjubiläum.

Hiobsbotschaften: Nach Anthony Syhre (Muskeleinriss) fehlt dem VfL am Samstag auch Christian Groß. Der Mittelfeldmann hat sich am Kreuzband verletzt. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, dass „Grosso“ durch eine konservative Behandlungsmethode nach einigen Wochen Ausfallzeit wieder zur Verfügung stehe.

Geburtstag:Reinhold Ertel (gestorben im Jahre 1980) wäre heute 92 Jahre alt geworden. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner war 1947/48 bei der KSV Holstein Kiel ein Oberligaspieler der ersten Stunde. Bis Anfang der 1960er-Jahre spielte er für den Hamburger SV, FC St. Pauli, VfB Lübeck, Eimsbütteler TV oder Phönix Lübeck. Ertel wurde in Lübeck sesshaft und schlug die Trainerlaufbahn ein. Er führte den LBV Phönix bis in die Spitzengruppe der Regionalliga Nord. Vom LBV-Präsidenten Ohlenroth, der als Chef der Frauenklinik nach Osnabrück kam, wurde Ertel dem VfL empfohlen. 1975 kam er als Nachfolger von Klaus Ochs zur Bremer Brücke. Mit seiner direkten Art führte er das Team um Herbert Mühlenberg, Gerd-Volker Schock, Lothar Gans und Hans-Dieter Greif bis an die Spitze der 2. Liga Nord und hatte den Bundesliga-Aufstieg bis wenige Wochen vor Saisonschluss vor Augen. In Osnabrück war Ertel offiziell nur zweiter Mann, weil er nicht im Besitz der Fußballlehrerlizenz war. Er kooperierte gut mit dem lizenzierten Co-Trainer Edu Sausmikat. 1976 verließ er den VfL, um wieder in seiner holsteinischen Heimat zu arbeiten. 1980 verstarb er an den Folgen eines Herzinfarkts.

Mirko Baschetti feiert heute seinen 45. Geburtstag. Als C-Jugendlicher kam er vom SSC Dodesheide zum VfL. 1990 rückte er als Amateur in den Zweitliga-Kader vor und gab unter Trainer Roland Koch sein Debüt. Nachfolger Rolf Grünther sortierte Baschetti aus, dann wurde er aber von Uli Sude wieder entdeckt. 1991 schaffte Baschetti den Durchbruch und wurde in der Saison 1992/93 zum U21-Nationalspieler. Nach dem Abstieg blieb er überraschend beim VfL und wurde zum Leistungsträger. 1997 verlor er einen Vertragspoker gegen Gerd-Volker Schock und wechselte zu Hannover 96. Dort wurde er Stammspieler in der 2. Bundesliga. Im Pokalspiel gegen den VfL zog er sich im August 2000 einen Syndesmosebandriss zu. Für den VfL bestritt er zwischen 1990 und 1997 in der 2. Bundesliga und in der Regionalliga 159 Punktspiele.

Edgar Nobs feiert seinen 63. Geburtstag. 1971 kam er als 17-Jähriger in die A-Jugend des Hamburger SV. Dort spielte er zusammen mit Manfred Kaltz, Peter Krobbach, Rudi Kargus und Peter Hidien. 1973 machte er auf Leihbasis einen Abstecher zum VfL, bestritt für Osnabrück zwölf Punktspiele und kehrte nach Hamburg zurück. Trotz seines nur kurzen Ausflugs zu den Lila-Weißen dürfte Nobs die Stadt gut in Erinnerung behalten. Denn direkt an seinem ersten Tag in Osnabrück lernte er seine spätere Frau Ursula kennen.

Frank Dietrich wird heute 57 Jahre alt. Der gebürtige Berliner spielte für Alt-Holland Berlin, Germania 08, den SC Tegel und den Spandauer SV. Dietrich fiel dem VfL auf, 1980/81 kam er als Torjäger der Reinickendorfer Füchse nach Osnabrück. An der Bremer Brücke wurde er jedoch nicht glücklich. Er kam nur in 20 Spielen zum Einsatz und erzielte nur ein Tor. Dietrich war lediglich im DFB-Pokalspiel gegen den VfB Bottrop (5:0) treffsicher wie zuvor, als ihm ein Hattrick gelang. Er kehrte nach Berlin zurück.

Die nächsten Spiele:

  • Samstag, 3. Dezember, 14 Uhr: Fortuna Köln - VfL (3. Liga, 17. Spieltag)
  • Samstag, 10. Dezember, 14 Uhr: VfL - FSV Zwickau (3. Liga, 18. Spieltag)
  • Samstag, 17. Dezember, 14 Uhr: SC Paderborn - VfL (3. Liga, 19. Spieltag)

Rückrunden-Dauerkarte: Der VfL bietet eine Rückrunden-Dauerkarte an, die bereits für das letzte Hinrunden-Heimspiel gegen den FSV Zwickau (10. Dezember, 14 Uhr) gilt. Sitzplätze der Kategorie 1 kosten 229 Euro (ermäßigt 209, Kinder 119), Tickets der Kategorie 2 gibt es für 199 Euro (ermäßigt 175, Kinder 89). Stehplätze kosten 89 Euro (ermäßigt 69, Kinder 39). Die Rückrunden-Dauerkarte gibt es im Online-Shop, über die Ticket-Hotline sowie in den Fanshops.

Tickets für weitere Spiele: In den Fanshops sind Tickets für die letzten beiden Partien des Jahres erhältlich. Am 10. Dezember (Samstag, 14 Uhr) empfängt der VfL den FSV Zwickau, am 17. Dezember (Samstag, 14 Uhr) geht es zum SC Paderborn. Stehplätze in Paderborn kosten 13 (ermäßigt 11) Euro. Sitzplätze gibt es für 30,50 (ermäßigt 27,50) Euro. Enthalten ist jeweils eine Vorverkaufsgebühr von 1 Euro. Der VfL weist darauf hin, dass die Karten am Spieltag in Paderborn jeweils noch einmal 50 Cent teurer als im Vorverkauf sind.

Ausverkauft: Für den Sonderzug der Violet Crew, Fanabteilung und des Fanprojektes Ende März zum Drittliga-Spiel bei Jahn Regensburg sind die Tickets nach wenigen Tagen bereits komplett vergriffen. Es gibt Wartelistenplätze für den Fall von Rückläufern oder einer Zugverlängerung.

Weitere Termine: Fortsetzung der Jahreshauptversammlung am Montag, 16. Januar 2017, um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) in der Osnabrück-Halle.

Alles zum VfL gibt es auf unserem Themenportal – Videos und Nachrichten, Interviews und Analysen: noz.de/vfl


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