01.12.2016, 12:46 Uhr

Unterm Kölner Radar Vor dem VfL-Gastspiel: Fortuna-Coach Koschinat und sein „Luxusleben“

Der Trainer und sein „Unterschiedsspieler“: Uwe Koschinat und der Ex-Osnabrücker Kristoffer Andersen. Foto: imago/BuccoDer Trainer und sein „Unterschiedsspieler“: Uwe Koschinat und der Ex-Osnabrücker Kristoffer Andersen. Foto: imago/Bucco

Osnabrück. Schaut man auf die Fußballtrainer der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga, dann ist Uwe Koschinat von Fortuna Köln in der 3. Liga der dienstälteste Coach. In den Ligen darüber wird er nur von Frank Schmidt (Heidenheim, seit September 2007) und Torsten Lieberknecht (Eintracht Braunschweig, seit Mai 2008) überflügelt.

Koschinat ist seit dem 1. Juli 2011 bei der Fortuna im Amt. Und der Trainer, der am Samstag mit seinem Team den VfL Osnabrück in der 3. Liga empfängt, fühlt sich in der Domstadt pudelwohl, „obwohl wir in der Stadt extrem unter dem Radar der Öffentlichkeit fliegen“.

Ein bisschen mehr Wahrnehmung und Anerkennung für sein Team als die fußballerische Nummer zwei in der Stadt würde er sich schon wünschen, „aber wir stehen kaum in der Zeitung, da muss schon viel passieren“. In vielen anderen Städten wisse man mehr über die Fortuna als in Köln selbst. Er wolle sich gar nicht ausmalen, wenn irgendwann auch Viktoria Köln in die 3. Liga aufsteige. Mit deren Finanzkraft und dem Streben nach höheren fußballerischen Zielen würde die Fortuna vermutlich komplett aus der Wahrnehmung verschwinden.

Andersen als Leistungsträger

Der Coach weiß aber sehr wohl die Vorzüge des ruhigen Arbeitens zu schätzen: „In anderen Vereinen wäre ich möglicherweise in der 3. Liga schon zweimal entlassen worden. Nicht bei der Fortuna. Die sportliche Entwicklung ist mein Werk, was ich nicht permanent vor irgendwelchen Gremien rechtfertigen muss. Das ist ein Luxus, den ich als Trainer habe.“

Koschinat, der übrigens wie Osnabrücks Trainer Joe Enochs am 1. September 1971 Geburtstag hat, freut sich auf das Duell gegen die Lila-Weißen. Dabei baut er in seiner Mannschaft auf zwei ehemalige Osnabrücker als große Stützen: Kristoffer Andersen, „ein Unterschiedsspieler“. Mit ihm herrsche unglaublich viel Vertrauen auf dem Platz. „Alle anderen um ihn herum werden stärker.“

Dazu noch Daniel Flottmann : „Er steht wie kaum ein anderer für den Erfolg hier. Daniel ist einer der verlängerten Arme auf dem Platz, schaut über den Tellerrand und bringt seine Leistung.“


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