01.02.2016, 01:00 Uhr

Der Tag beim VfL Osnabrück VfL Osnabrück: Ex-Stürmer Grimaldi geht nach Münster

Wird Münsteraner: Adriano Grimaldi (links). Foto: dpaWird Münsteraner: Adriano Grimaldi (links). Foto: dpa 

Osnabrück. Es ist bis dato die Wechsel-Nachricht vor dem Schließen des Winter-Transferfensters an diesem Montag: Adriano Grimaldi, Ex-Stürmer des VfL Osnabrück, wechselt zu Preußen Münster. Für den VfL bekräftigte Trainer Joe Enochs noch einmal, dass man diesmal nicht an weitere Transfers denke.

Transfergeschehen: Der SC Preußen Münster nimmt mit sofortiger Wirkung bis Sommer 2018 den ehemaligen Osnabrücker Stürmer Adriano Grimaldi unter Vertrag. Der 24-Jährige war beim 1. FC Heidenheim aussortiert worden. Der Profi erzielte für die Schwaben bei insgesamt 29 Pflichtspieleinsätzen seit Sommer 2014 drei Tore. Für den VfL Osnabrück hatte er zuvor in 29 Partien elfmal getroffen. „Wir haben Adriano schon seit einiger Zeit auf unserem Wunschzettel und ich freue mich, dass es uns jetzt gelungen ist, ihn vom SC Preußen zu überzeugen. Als junger, hungriger Spieler, der trotzdem schon sehr viel Erfahrung aus der ersten und zweiten Liga mitbringt, passt er perfekt in unser Anforderungsprofil“, wird Sportvorstand Carsten Gockel auf der Homepage des SC Preußen zitiert.

VfL-Trainer Joe Enochs bestätigte indes noch einmal, dass er aktuell am Kader nichts verändern will und keine Neuverpflichtung plant. „Wir sichten seit September Spieler, es gibt Kontakte – aber nur in Bezug auf die kommende Saison“, so der Coach. „Letztendlich hätten wir keine Garantie, das es besser läuft, wenn wir jemanden dazu holen würden“, ergänzte Enochs. Zufrieden äußerte sich der Trainer über den Rückrundenstart und die momentane Position in der Tabelle. „Wir sind froh, dass wir da stehen, wo wir sind. Aber ich bin realistisch und weiß, das wir weiter hart arbeiten müssen. In dieser Dritten Liga ist es so eng“, sagte der Trainer.

Vor 20 Jahren berichtete die NOZ am 1. Februar unter der Überschrift „Der Weg in die Zukunft scheint eine Sackgasse“ über die schwierige Zeit nach der Ära Hartwig Piepenbrock, der für die Jahreshauptversammlung am 14. Februar 1996 seinen Rücktritt erklärt hatte. Niemand schien bereit, die Nachfolge zu übernehmen, Sponsoren waren ebenso auf dem Absprung wie viele Spieler der Mannschaft von Trainer Herbert Mühlenberg – und die Spekulationen von einem Engagement von Michael Rummenigge als Manager waren auch wie eine Seifenblase geplatzt. So blieb zwei Wochen später das alte Präsidium kommissarisch im Amt – aber der Verein rutschte noch tiefer in die Krise: Durch Altschulden aus der Piepenbrock-Zeit, geringe Fernsehgelder in der Regionalliga und ausbleibende Sponsoreneinnahmen drohte ein Jahr später akut die Insolvenz. Erst ein Kredit über 1,2 Millionen Euro von Banken und Privatleuten rettete den damaligen Regionalligisten. Als Absicherung dienten damals eine Ausfallbürgschaft der Stadt Osnabrück und ein Grundbucheintrag auf das Stadion.

Benefizspiel: Mit ihrem Drittligakader treten die Lila-Weißen zwei Tage nach dem Pflichtspiel gegen Energie Cottbus (5. Februar, 19 Uhr) beim SV Bad Rothenfelde an. Im Heristo-Sportpark wird am 7. Februar um 14 Uhr ein Benefizspiel gegen den örtlichen Landesligisten angepfiffen. Der Erlös kommt der Typisierungsaktion für die an Blutkrebs erkrankte Lea Sophie zugute. Karten kosten 5 Euro im Vorverkauf.

Die nächsten VfL-Spiele:

5. Februar (Freitag, 19 Uhr): VfL - Energie Cottbus

13. Februar (Samstag, 14 Uhr): Holstein Kiel - VfL

20. Februar (Samstag, 14 Uhr): VfL - 1. FC Magdeburg

27. Februar (Samstag, 14 Uhr): SV Wehen Wiesbaden - VfL

2. März (Mittwoch, 20.30 Uhr): VfL - Dynamo Dresden

6. März (Sonntag, 14 Uhr): Preußen Münster - VfL

Auswärtskarten: Am 13. Februar (Samstag, 14 Uhr) muss der VfL bei Holstein Kiel antreten – traditionell eine Partie mit großer Anziehungskraft für die lila-weißen Fans. Karten für das Match im Holstein-Stadion gibt es in beiden Fanshops. Es sind nur Stehplatzkarten (13 Euro, ermäßigt 11 Euro) erhältlich. Kinder bis einschließlich 6 Jahren haben freien Eintritt. Der VfL empfiehlt, den Vorverkauf, der in Osnabrück bis einschließlich 8. Februar läuft, zu nutzen, da sich in Kiel an den Gästekassen erfahrungsgemäß lange Wartezeiten ergeben.

Heim-Tickets: Im Verkauf sind die Karten für das Duell am 5. Februar (Freitag, 19 Uhr) gegen den FC Energie Cottbus.


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