22.01.2016, 17:26 Uhr

Video-Interview mit Jürgen Gelsdorf Ex-Trainer des VfL Osnabrück: Gelsdorf über Enochs und Co.

Aufstiegstrainer 2003: Jürgen Gelsdorf brachte den VfL Osnabrück zurück in die 2. Bundesliga – mit dabei waren u.a. die Spieler Joe Enochs, Wolfgang Schütte, Marko Tredup, Daniel Thioune und Alexander Ukrow, die heute allesamt zum Trainerteam des VfL gehören. Foto: Helmut KemmeAufstiegstrainer 2003: Jürgen Gelsdorf brachte den VfL Osnabrück zurück in die 2. Bundesliga – mit dabei waren u.a. die Spieler Joe Enochs, Wolfgang Schütte, Marko Tredup, Daniel Thioune und Alexander Ukrow, die heute allesamt zum Trainerteam des VfL gehören. Foto: Helmut Kemme 

Leverkusen. Jürgen Gelsdorf geht nach 45 Jahren im deutschen Profifußball in den Ruhestand. Im Video-Interview erinnert er sich an seine Zeit beim VfL Osnabrück und äußert sich zur Arbeit von Joe Enochs und dessen Team.

Nach 45 Jahren im deutschen Profifußball verabschiedet sich Jürgen Gelsdorf in den sportlichen Ruhestand. 35 Jahre hat er bei Bayer Leverkusen verbracht – als Spieler, Co-Trainer, Chefcoach und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Zwischen Dezember 2000 und Juni 2003 war Gelsdorf Trainer des VfL Osnabrück, den er zurück in die 2. Bundesliga führte.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass Joe Enochs diese Chance bekommen hat und bin mir sicher, dass er sie nutzt“, sagt Gelsdorf im Video-Interview mit unserer Redaktion. Wir trafen den Fußballlehrer in der Nähe der BayArena in Leverkusen, die noch ein Ministadion mit unansehnlicher Holztribüne war, als Gelsdorf 1976 – verpflichtet von Arminia Bielefeld – seinen ersten Vertrag in Leverkusen unterschrieb.

Vom Spieler zum Trainer

Nach 296 Punktspielen für Bayer 04, wo er Trainer wie Willibert Kremer, Dettmar Cramer und Erich Ribbeck kennenlernte, wurde Gelsdorf Trainer: Bei Bayer stieg er als Jugendcoach ein, löste den Startrainer Rinus Michels ab und war plötzlich Bundesliga-Chefcoach. Borussia Mönchengladbach, VfL Bochum, Fortuna Köln, Bayer Uerdingen, FC Gütersloh und Fortuna Düsseldorf waren die weiteren Stationen, ehe er sich im Abstiegskampf der 2. Bundesliga im Dezember 2000 auf den VfL Osnabrück.

Abstieg trotz Aufholjagd

Er belebte die Mannschaft und legte eine beeindruckende Aufholjagd hin, doch der Abstieg war nicht zu vermeiden. „Entscheidend war die 0:1-Niederlage in Ahlen – danach war die Luft raus“, erinnert sich Gelsdorf, dem auch das letzte Saisonspiel im Mai 2001 unvergessen ist: „Wir hatten nur noch eine kleine Chance, aber trotzdem haben uns 8000 Osnabrücker Fans nach Duisburg begleitet.“

Nach einem Fehlversuch 2001/02 führte Gelsdorf die Mannschaft zurück in die 2. Bundesliga. „Dabei begann die Saison einfach beschissen – wir setzten im ersten Spiel gegen Dresden einen Spieler ein, der noch aus der alten Saison gesperrt war. Wir verloren die Punkte...“ Im Interview erzählt Gelsdorf, wie er diese besondere Situation zusammen mit Manager Lothar Gans meisterte.


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