21.04.2017, 09:31 Uhr

Erster Hinweis kam vergangene Woche Liveblog: de Maizière findet Motiv für Dortmund-Anschlag widerwärtig

Polizeieinsatzkräfte sprechen in einer Straße in Rottenburg am Neckar (Baden-Württemberg) mit Anwohnern in der Nähe eines Gebäudes, das im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund durchsucht wurde. Foto: dpaPolizeieinsatzkräfte sprechen in einer Straße in Rottenburg am Neckar (Baden-Württemberg) mit Anwohnern in der Nähe eines Gebäudes, das im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund durchsucht wurde. Foto: dpa 

Osnabrück. Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Die aktuellen Entwicklungen im Liveblog.


LIVEBLOG: POLIZEI HAT TÄTER DES BVB-ANSCHLAGS FESTGENOMMEN

Das Wichtigste im Überblick:

▪ Spektakuläre Wende nach dem Anschlag auf den BVB-Bus: Die Polizei hat einen 28 Jahre alten alten Deutsch-Russen als Tatverdächtigen festgenommen. Gegen ihn Haftbefehl ist erlassen worden.

▪ Dem Verdächtigen wird von der Bundesanwaltschaft versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Bislang gibt es keine Anhaltspunkte für Komplizen.

▪ Der Verdächtige Sergej W. wollte mit dem Attentat wohl ordentlich Geld machen. Nach Erkenntnissen der Ermittler nahm er einen Kredit auf und setzte auf fallende Kurse der BVB-Aktie.

▪ Der hatte sich am Tag des Anschlags ebenfalls im Mannschaftshotel einquartiert. Der Kauf der Aktien-Papiere erfolgte über die IP-Adresse des Hotels.

dpa-live Desk
21. April 2017 16:58

Lieber Leserinnen und Leser, der Liveblog endet an dieser Stelle. Vielen Dank fürs Dabeisein.

dpa-live Desk
21. April 2017 16:27

Borussia Dortmund will die Sicherheitsmaßnahmen deutlich erhöhen. «Wir werden viel Geld in die Hand nehmen, um die Sicherheitssituation der Mannschaft weiter zu verbessern», sagt der Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Gespräch mit der «Süddeutschen Zeitung». «Ich habe in den letzten Tagen bereits Vorstellungsgespräche mit Sicherheits-Experten geführt, die wir dafür einstellen wollen, etwa mit früheren GSG9- und BKA-Leuten.»

dpa-live Desk
21. April 2017 16:22

Der BVB hält auch die englischsprachigen Fans auf dem Laufenden, und hofft auf schnelle endgültige Aufklärung.

dpa-live Desk
21. April 2017 16:06

Der Tatverdächtige soll Soldat bei der Bundeswehr gewesen sein. Er leistete von April bis Dezember 2008 seinen Grundwehrdienst beim Lazarettregiment in Dornstadt bei Ulm ab, wie «Der Spiegel» schreibt. Währenddessen soll er auch in einer Unterstützungseinheit für die Sanitäter der Bundeswehr tätig gewesen sein, die sich um die Instandsetzung der Elektrotechnik kümmerte.

via dpa
dpa-live Desk
21. April 2017 15:52

Der Tatverdächtige soll an der Börse sogenannte Put-Optionen gekauft haben - und im Fall eines Kurssturzes der BVB-Aktie auf hohe Gewinne spekuliert haben. Zu den Summen gab es zunächst unterschiedliche Angaben. Hier ein Überblick:

▪ Laut Bundesanwaltschaft hat er drei verschiedene Derivate auf die BVB-Aktie erworben. Dafür habe er einen Verbraucherkredit in Höhe von mehreren zehntausend Euro aufgenommen und habe 15.000 Verkaufsoptionen erworben. Wie viel Geld er aber genau investiert haben soll, nennt die Bundesanwaltschaft nicht. 

▪ Nach Angaben der Bundesanwaltschaft sei außerdem noch nicht klar, wie viel Geld er maximal an der Börse hätte gewinnen können - das werde derzeit berechnet. Sicher sei: Je tiefer die Aktie des Fußballvereins gefallen wäre, desto höher wäre der Gewinn für den Verdächtigen ausgefallen. 

▪ NRW-Innenminister Ralf Jäger nannte dagegen konkrete Zahlen: «Der Täter hat nach meinem jetzigen Stand 79.000 Euro investiert, um entprechende Aktienoptionsscheine zu kaufen», sagte er auf einer Pressekonferenz. Die Spekulation hätte seinen Worten zufolge «möglicherweise zu einem Millionengewinn» führen können.

▪ Einige Redaktionen nennen andere Zahlen oder stellen eigene Rechnungen an: Nach «Spiegel»-Informationen soll sich der 28-Jährige einen Verbraucherkredit über 40.000 Euro besorgt haben. Bei der «Wirtschaftswoche» heißt es, der Verdächtige habe insgesamt nur 8000 Euro eingesetzt. Demnach hätte er mit diesem Einsatz auch keinen Millionengewinn erzielen können. Der «Handelsblatt» nennt ebenfalls eine Summe: Demzufolge hätte sich der maximale Gewinn an der Börse auf 322.620 Euro belaufen. Aber nur, bei einem Sturz der BVB-Aktie auf null Euro, wie es heißt.  

dpa-live Desk
21. April 2017 15:37

Zur anstehenden Partie gegen Gladbach sagte Tuchel: "Ich weiß nicht, ob es das Schlüsselspiel ist. In der jetzigen Konstellationen sind alle Spiele wichtig. Ein Erfolgserlebnis würde uns noch mal einen Schub geben."


Foto: Ina Fassbender, dpa
dpa-live Desk
21. April 2017 15:34
Unsere Mannschaft wurde vor acht Tagen komplett aus ihrem Bezugsrahmen gerissen.

BVB-Trainer Thomas Tuchel
dpa-live Desk
21. April 2017 15:29

Der Anschlag würde die Mannschaft noch eine ganze Zeit lang begleiten, sagte Tuchel. Gleichzeitig wolle er das Thema auch nicht zu sehr in den Mittelpunkt rücken. Aber: „Es ist ein Teil von uns geworden.

dpa-live Desk
21. April 2017 15:23
Es ist für mich nicht nachzuvollziehen, weder emotional noch rational.

BVB-Trainer Thomas Tuchel zu den möglichen Anschlagsmotiven.
dpa-live Desk
21. April 2017 15:19

Ich bin überzeugt davon, dass es für uns alle, die davon betroffen waren, sehr wichtig ist, dass da eine Aufklärung erfolgt, meint der Trainer. "Es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl, dass es offensichtliche einen Durchbruch gegeben hat."

dpa-live Desk
21. April 2017 15:16

Ihm persönlich gehe es sehr gut damit - aktuell, so Tuchel. "Ich traue mich auch, das öffentlich zu sagen." Aber er traue sich nicht, das für seine Spieler zu sagen. Das stehe ihm auch nicht zu.


(Foto: Ina Fassbender, dpa)
dpa-live Desk
21. April 2017 15:14


Jeder habe das Recht, die Vorfälle auf seine Art und Weise und in seinem Tempo zu verarbeiten, sagt Tuchel. Es gebe kein Patentrezept dafür.

dpa-live Desk
21. April 2017 15:12

In Monaco im Bus zu sitzen, umgeben von so viel Polizei, von

so viel schwer bewaffneter Polizei,  habe ihn ständig daran erinnert, dass etwas nicht normal sei, sagte Tuchel rückblickend zu den gestiegenen Sicherheitsvorkehrungen. «Waffen verschaffen mir immer ein mulmiges Gefühl.»

dpa-live Desk
21. April 2017 15:07

Jetzt beginnt die Pk mit Thomas Tuchel

via dpa
dpa-live Desk

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