28.11.2016, 14:30 Uhr

Schuldfrage ist eindeutig Gefahr durch herunterfallende Eisplatten von Lkw

Herunterfallendes Eis von Lkw sorgt für Gefahr im Straßenverkehr. Der Verursacher steht in der Pflicht, die Eisplatten vor Fahrtantritt zu beseitigen. Foto: dpaHerunterfallendes Eis von Lkw sorgt für Gefahr im Straßenverkehr. Der Verursacher steht in der Pflicht, die Eisplatten vor Fahrtantritt zu beseitigen. Foto: dpa

Meppen. Das aktuelle, winterliche Wetter in unserer Region ist schön anzusehen. Doch bei Autofahrern sorgt dies oftmals für Verdruss. Denn neben glatten Straßen lauern weitere Gefahren auf die Verkehrsteilnehmer. Eine davon sind Schnee und Eisplatten auf Lkw-Planen, die während der Fahrt von den Sattelschleppern fallen.

In den Wintertagen sollten Autofahrer insbesondere auf Autobahnen, aber auch auf Bundesstraßen, ihr Augenmerk auf Lkw mit Planendächern richten, sagt die Landesverkehrswacht Niedersachsen . Schneelasten und Eisplatten, die sich nachts auf den Dächern von Lkw angesammelt haben, können sich lösen und herabfallen. Besonders brenzlig werde es, wenn die gefährlichen Lasten nicht auf die Fahrbahn, sondern auf die Windschutzscheiben des nachfolgenden Verkehrs fallen.

Schwere Unfälle

Jeden Winter komme es durch nicht entferntes Eis und Schnee auf Fahrzeugdächern zu schweren Unfällen und Gefahrensituationen, so die Verkehrswacht weiter. Auf Lkw-Planen können sich mehr als hundert Liter Wasser ansammeln und über Nacht zu Eis gefrieren. Durch flatternde Planen oder durch die Erwärmung des Fahrzeuges während der Fahrt können die Eisplatten sich lösen und dann unkontrolliert vom Fahrzeug fallen. Der Verursacher bemerkt dies häufig überhaupt nicht.

Verursacher steht in der Pflicht

Rechtlich ist die Sachlage eindeutig beschrieben: Verliert ein Lkw oder auch ein Pkw während der Fahrt Eisstücke oder feste Schneereste von seiner Ladefläche oder vom Dach, begeht der Fahrer eine Verkehrsordnungswidrigkeit, die mit bis zu 50 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet werden können. Bei einem Verkehrsunfall erhöht sich das Bußgeld auf 75 Euro und drei Punkte im Flensburger Zentralregister. Werden Personen verletzt, werden bis zu fünf Punkte eingetragen. Diese werden dann nicht, wie bei einigen anderen Verkehrsordnungswidrigkeiten, nach zwei Jahren, sondern erst nach fünf Jahren wieder gelöscht. Werden Personen verletzt oder sogar getötet, liegen Verstöße gegen das Strafgesetzbuch vor.


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