25.11.2016, 08:34 Uhr

Vorfall in kanadischem Dorf Vor viralem Kuschelvideo: Weiterer Eisbär frisst Hund

Das Video aus einem kanadischen Dörfchen von einem Eisbären, der mit einem Hund kuschelt, ging in den vergangenen Tagen im Netz viral. Screenshot: NOZ/Youtube.com/David de MeullesDas Video aus einem kanadischen Dörfchen von einem Eisbären, der mit einem Hund kuschelt, ging in den vergangenen Tagen im Netz viral. Screenshot: NOZ/Youtube.com/David de Meulles

Osnabrück. Das Video aus einem kanadischen Dörfchen von einem Eisbären, der mit einem Hund kuschelt, ging in den vergangenen Tagen im Netz viral. Nun ist bekannt geworden: Ein weiterer Eisbär hat einen Hund in der Region kurz zuvor gefressen.

Vor wenigen Tagen wurde ein Video auf Youtube hochgeladen, das innerhalb Zeit eine rasende Verbreitung im Netz fand. Bereits mehr als fünf Millionen Mal haben sich die Nutzer auf Youtube den Clip angeschaut, der einen Eisbären zeigt, der mit einem Husky kuschelt und ihm über den Kopf streichelt. Aufgenommen wurde das Video in Churchill, einem kleinen Dorf in Kanada mit rund 800 Einwohnern.


Eisbär frisst Hund

Gegenüber dem kanadischen Radio- und Fernsehsender CBC News sagte Brian Ladoon, der in Churchill die Hunde-Rettungsstation „Mile 5 Dog Sanctuary“ betreibt, dass die Eisbären und die Hunde gut miteinander auskommen würden. Dies ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass Ladoon die Bären füttert, damit diese nicht die Hunde fressen würden – das Füttern von Eisbären ist in dem Land aber illegal.

Was nun bekannt wurde, schmälert den süßen Eindruck des Videos. Denn ein weiterer Eisbär hat einen Hund aus der Rettungsstation gefressen; und das nur kurze Zeit, bevor der Clip aufgenommen wurde. Das berichtet der Sender CBC News, der den Leiter der Station mit folgenden Worten zitiert: „Das war der einzige Tag, an dem wir die verdammten Bären nicht gefüttert haben. Die einzige Nacht, in der wir keine Nahrung rausgestellt haben.“

Aus dem Dorf weggebracht

Der Eisbär, der den Hund gefressen hat, und zwei weitere Artgenossen wurden mittlerweile aus dem Dorf weggebracht. Brian Ladoon steht in der Kritik von Tierschützern, nicht nur weil er die Eisbären verbotenerweise füttert, was sowohl für Menschen als auch für Tiere gefährlich sei, sondern auch, weil er seine Hunde in der Auffangstation in der Kälte anleint.



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