19.10.2016, 15:08 Uhr

Schärfe-Wettbewerb fast tödlich Loch in Speiseröhre nach Chili-Wettessen

Die Bhut Jolokia ist eine der schärfsten Chili-Sorten der Welt. Foto: Uwe Anspach/dpaDie Bhut Jolokia ist eine der schärfsten Chili-Sorten der Welt. Foto: Uwe Anspach/dpa

Osnabrück. Ein Mann in den USA hat sich bei einem Schärfe-Wettbewerb die Speiseröhre aufgerissen. Zuvor hatte er eine Chili der Sorte Bhut Jolokia gegessen. Es ist die zweitschärfste Chilli der Welt. Nur durch eine Notoperation konnten die Ärzte dem Mann das Leben retten.

Bis 2012 war die Bhut-Jolokia-Chilli die schärfste Chili der Welt. Dann wurde sie von der Trinidad Moruga Scorpion abgelöst. Die Bhut Jolokia kann Werte bis über eine Million Scoville auf der Schärfe-Scala aufweisen. Damit ist sie mehr als 400 mal schärfer als eine Jalapeño-Chili – und kann lebensgefährlich sein.

Burger mit Chili-Püree

Diese Wucht bekam nun ein 47-jähriger US-Amerikaner bei einem Esswettbewerb zu spüren. Die Aufgabe war, einen Burger zu essen, der mit einem Püree aus der Bhut-Jolokia-Chili belegt war. Er verschlang den ganzen Burger und fing sofort an, sich zu übergeben. Gepaart war der starke Würgreiz mit heftigen Schmerzen in Bauch und Brust, weshalb der Mann ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Not-Operation

Eine Röntgenuntersuchung des Brustbereichs zeigte Blutergüsse in der Lungenhaut, berichtet das „Journal of Emergency Medicine“ (Fachzeitschrift der Notfallmedizin). Die anschließende Computertomografie habe dann ein zweieinhalb Zentimenter großes Loch in der Speiseröhre offenbart. Dies sei durch das heftige Würgen verursacht worden.

Wie die Fachzeitschrift weiter berichtet, sei anschließend direkt eine Notoperation durchgeführt worden. 14 Tage lang musste der Mann mit einem Schlauch beatmet werden. Nach 23 Tagen Überwachung im Krankenhaus wurde er schließlich mit einer Magensonde entlassen. Wie lange er sich noch über die Sonde ernähren musste, bevor die Speiseröhre ausgeheilt war, teilte die Zeitschrift nicht mit.


0 Kommentare