08.10.2016, 22:40 Uhr

So gut war die Nationalmannschaft Deutschland siegt: Müller, Özil und Kroos in Weltklasseform


Hamburg. Drei Spieler ragten beim 3:0 (1:0)-Sieg der deutschen Nationalmannschaft am Samstagabend im Hamburger Volksparkstadion über Tschechien heraus: Thomas Müller als zweifacher Torschütze, Mesut Özil als flinker, umsichtiger und enorm sicherer Passspieler und Toni Kroos als Strippenzieher aus der Tiefe und Schütze des wichtigen 2:0.

Die Deutsche Nationalmannschaft hat sich beim WM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien glanzvoll verkauft. Unser Nachdreh – Der Weltmeister wieder auf Kurs: Die neue alte Leichtigkeit des Seins >

Das sind unsere Noten für die Spieler:

#1 Manuel Neuer: Erlebte bei seinem 73. Länderspiel einen ganz geruhsamen Abend. Bekam erst in der 64. Minute Gelegenheit, seine Klasse zu zeigen - den Schuss von Dockal parierte er in Neuer-Manier. Note: 2,5

#3 Jonas Hector (bis 68.): Über den lauffreudigen Kölner Linksverteidiger lief gerade in der Anfangsphase auch im Vorwärtsgang einiges. In der ersten Hälfte hier und da defensiv mit leichten Problemen gegen Petrzela. Insgesamt aber souverän und dann noch Flankengeber zum 3:0. Note: 3

#5 Mats Hummels: Defensiv ließ er nichts anbrennen. Darüber hinaus unterstützte der Münchener Kroos immer wieder brillant in der Spieleröffnung - für einen Innenverteidiger in diesem Maß außergewöhnlich. Sein Außenristpass auf Götze (30.), der aber knapp im Abseits stand, war eine Augenweide. Note: 2

#6 Sami Khedira: Anfangs mit einigen kleinen Unsicherheiten, stabilisierte sich der resolute Mittelfeldabräumer bald. Pech, dass Kimmich bei seinem Treffer im Abseits stand (33.). Note: 3,5

#7 Julian Draxler (bis 80.): Öffnete auf der linken Bahn Räume für Hector, indem er immer wieder in den Halbraum zog, wo der Schalker stets anspielbar war. Setzte seine Schussgelegenheit rechts neben das Tor (23.). Legte Özil klasse dessen Großchance (57.) vor. Note: 3

#8 Toni Kroos (bis 75.): Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld. Kroos sorgte zunächst dafür, dass seine Vorderleute glänzen könnten. Passend zu seiner Leistung, dass er seine erste Schusschance zum vorentscheidenden 2:0 überlegt und flach in den Winkel setzte (49.). Note: 1,5

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#10 Mesut Özil: Auffällig wie lange nicht. Immer um schnelles Direktspiel bemüht. Und dabei enorm sicher, denn er spielte in der ersten Hälfte keinen Fehlpass. Darüber hinaus spektakulär wie beim Hackentrick auf Kross (10.) und Pass auf Müller (12.). Der Spielmacher ließ die Götze-Vorlage zum 1:0 mit viel Übersicht auf Müller durch. Auch das 3:0 durch Müller bereitete er in Höchstgeschwindigkeit mit Zuspiel auf Flankengeber Hector vor. Verpasste beim Heber übers Tor die Krönung (57.), der es aber auch nicht bedurfte. Note: 1,5

#13 Thomas Müller: Es müllert wieder. Der Bayer nutzt sein Torjäger-Gen. Eiskalt sein Abschluss gegen die Laufrichtung des gegnerischen Torwarts zum Führungstreffer. Klasse zudem sein Doppelpass mit mit Götze bei dessen zweiter Großchance (31.). Zuvor verhinderte Torwart Vaclik seinen zweiten Treffer (25.), den der flexible Stürmer nach einer Stunde erzielte (60.).  Note: 1

# 17 Jerome Boateng: Von seiner Verletzungspause war nichts zu spüren. An ihm war für die überraschend offensiv eingestellten Gäste kein Vorbeikommen. Wunderbar sein Diagonalpass auf Götze vor Draxlers Schusschance (23.). Note: 2,5

# 18 Joshua Kimmich: Als Verteidiger fast ein Rechtsaußen. Anfangs am Ball noch zurückhaltend, drehte der Youngster bald stark auf. Seine Flanken waren gefährlich. Scheiterte mit seinem Schuss an Vaclik (43.). Krönte seine Leistung vor dem 2:0, als er an seinen Gegner nach innen vorbeizog und auf Torschütze Kroos auflegte (49.). Zwei herbe Fehlpässe schmälern seine starke Leistung nicht. Note: 2

# 19 Mario Götze: Der Wechsel zum BVB hat ihm gut getan. Stark seine Vorlage zum 1:0. Pech bei seiner Großchance (31.), als Keeper Vaclik ihn bedrängte. Auch wenn aus ihm kein echter Mittelstürmer wird: Wesentlich präsenter und selbstbewusster als in vielen Partien zuvor.  Note: 2,5

#4 Benedikt Höwedes (ab 68.): Nicht groß gefordert nach seiner Einwechselung. Fügte sich aber gut ein und hätte beinahe vorne noch getroffen (80.). Note: 3

#21 Ilkay Gündogan (ab 75.): Feierte nach knapp einem Jahr sein Comeback. Spielte sich ein für mehr Spielzeit am Dienstag in Hannover gegen Nordirland. Note: -

#16 Julian Brandt (ab 80.): Zu kurz im Spiel für eine Bewertung. Note: -


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