30.03.2016, 15:04 Uhr

Kritik an Müllers Ehrlichkeit Thomas Müller: Künftig lieber „kleine Notlüge“

Für seine Aussage, im Spiel gegen England nicht alles gegeben zu haben, erntete Nationalspieler Thomas Müller Kritik. Dazu äußerte er sich nach dem 4:1 gegen Italien. Foto: imago/Camera 4Für seine Aussage, im Spiel gegen England nicht alles gegeben zu haben, erntete Nationalspieler Thomas Müller Kritik. Dazu äußerte er sich nach dem 4:1 gegen Italien. Foto: imago/Camera 4

München. Nationalspieler Thomas Müller räumte im Anschluss an die aus deutscher Sicht ärgerliche 2:3-Testspielniederlage gegen England am vergangenen Samstag ein, nicht 100 Prozent gegeben zu haben. Für seine ehrliche Einschätzung zu Leistungen in Testländerspielen erhielt der Weltmeister nicht nur Lob. Nach dem 4:1 gegen Italien äußerte Müller sich erneut.

„Es ist einfach so, dass wir den Testspielcharakter, und da spreche ich auch von mir selbst, nicht abschütteln konnten. Wir sind als Mannschaft nicht an die 100 Prozent rangekommen. Das ist leider nichts Neues, dass wir in Testspielen nicht ganz so gut aussehen“, hatte Müller nach dem 2:3 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen England gesagt. (Weiterlesen: England feiert Sieg im Klassiker.)

Müller und die Wahrheit: Demnächst lieber lügen

Die Ehrlichkeit ehre ihn, sagten die einen. Ein Nationalspieler müsse immer 100 Prozent geben, sagten die anderen. Müller, der im 70. Länderspiel die deutsche Mannschaft erstmals als Kapitän anführte, kam nach dem 4:1 in Italien noch einmal auf seine Aussagen vom Samstag zurück. (Weiterlesen: Warum trug Müller die Kapitänsbinde falsch herum?)

„Zu dem Thema wollte ich eh noch was sagen, ich hab‘ mal wieder feststellen müssen, dass man mit der Wahrheit hier in Deutschland nicht so weit kommt, in Zukunft werde ich mich wieder zurückhalten, mir ‚ne kleine Notlüge ausdenken, dann läuft das vielleicht auch für mich dann besser in den nächsten zwei Tagen“, sagte Müller am Dienstagabend. Ehrlich währt am längsten scheint in diesem Fall zumindest für den Weltmeister nicht zu stimmen. (Weiterlesen: Die Erkenntisse nach dem 4:1-Sieg gegen Italien.)


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