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18.02.2016, 23:31 Uhr MEINUNG

Tag der Amateure: DFB hat die Zeichen erkannt

Kommentar von Malte Schlaack

Rasantes Pokalduell: Im Finale des NFV-Pokals traf 2015 der VfL Osnabrück auf den SV Meppen. Foto: Helmut KemmeRasantes Pokalduell: Im Finale des NFV-Pokals traf 2015 der VfL Osnabrück auf den SV Meppen. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Erstmals finden die Pokal-Finals der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am selben Tag statt. Eine Woche nach dem Endspiel des DFB-Pokal in Berlin werden alle Final-Begegnungen in den Ländern am 28. Mai ausgetragen. Die ARD wird in einer deutschlandweiten Konferenz live im Ersten die maximal 21 Partien übertragen. Sämtliche Spiele werden darüber hinaus einzeln in voller Länge per Live-Stream auf sportschau.de zu sehen sein. Der DFB hat die Zeichen erkannt.

Lange Zeit fristete die Basis im Deutschen Fußball-Bund mehr oder weniger ein Schattendasein. Mit fast sieben Millionen Mitgliedern ist der DFB der größte Sport-Fachverband der Welt, in dem die Amateurfußballer natürlich den größten Teil stellen.

Ihre Interessen schienen zu selten eine Rolle zu spielen, doch die Funktionäre haben mittlerweile offenbar erkannt, wie wichtig eben jene Basis ist und welches Potenzial sie auch hat.

Ein gutes Zeichen

Die Entscheidung, die Endspiele um die Landespokale auf einen Tag zu legen und so geballt der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist ein gutes Zeichen. Natürlich sind die wenigsten Finalteilnehmer reine Amateurvereine, doch eine solch starke mediale Präsenz ist für Fußballer unterhalb der 3. Liga auf jeden Fall außergewöhnlich.

Weiterlesen: Finaltag der Amateure – alle Pokalendspiele im TV und Livestream

Untrennbar zum Amateurfußball gehören außerdem die vielen Ehrenamtlichen, die immer für ihren Verein da sind und denen dieser „Finaltag der Amateure“ ebenfalls gewidmet wurde. Es ist eine gute Gelegenheit, diese Idealisten am Rande der Spiele gebührend zu honorieren.

Leuchttürme des Fußballbundes

Sollte die Resonanz auf den Tag positiv ausfallen, könnte man sogar überlegen, die Finals im kommenden Jahr auf das gleiche Datum wie das Endspiel um den DFB-Pokal zu legen. So würde man einen der Leuchttürme des Fußballbundes noch näher mit der Basis verschmelzen lassen.


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