17.02.2017, 17:10 Uhr

Lotte zuversichtlich nach Erfurt Atalan: Wir haben auf alles eine Antwort

Führung verspielt: Aus dem 2:0 gegen Erfurt im Hinspiel, hier mit Moritz Heyer in Aktion, wurde ein 2:2. Foto: MrugallaFührung verspielt: Aus dem 2:0 gegen Erfurt im Hinspiel, hier mit Moritz Heyer in Aktion, wurde ein 2:2. Foto: Mrugalla

Lotte. Die Sportfreunde Lotte streben am Samstag (14 Uhr) bei Rot-Weiß Erfurt ihren sechsten Auswärtssieg an.

Rot-Weiß Erfurt vor Augen, Borussia Dortmund im Hinterkopf? „Das Pokal-Viertelfinale spielt bei uns noch keine Rolle. Was nützt es, wenn wir uns Gedanken über das Dortmund-Spiel machen und die nächsten beiden Liga-Partien verlieren? Die Spieler sind clever genug, damit umzugehen“, sagt Lottes Coach Ismail Atalan vor der Begegnung am Samstag im Erfurter Steigerwaldstadion. Lotte, das sich am Freitagmittag auf den Weg nach Thüringen machte, ist die viertbeste Auswärtsmannschaft.

Wie sieht es personell aus? Von den Stammkräften ist der Einsatz des grippekranken Nico Neidhart gefährdet. Stürmer Luka Tankulic wird auf jeden Fall fehlen.

Gibt es einen Lotter Spieler mit Erfurter Vergangenheit? Ja. Innenverteidiger Matthias Rahn , der aus Bad Langensalza stammt, begann seine Karriere bei den Thüringern und durchlief dort sämtliche Jugendmannschaften. In Erfurt absolvierte er auch seine ersten Einsätze als Profi.

Wie schätzt Lotte den Gegner ein? „Eine gefährliche Mannschaft. Aufgrund der prekären Situation muss Erfurt unbedingt punkten. Der Tabellen-15. verfügt mit Carsten Kamlott, der uns mit seinen beiden Toren im Hinspiel eine 2:0-Führung zunichtegemacht hatte, und Sebastian Tyrala über starke Spielerpersönlichkeiten“, meint Atalan. Dass Erfurts Trainer Stefan Krämer das Lotter 4-3- 3-System spiegeln will, stört den Coach des Tabellenachten nicht. „Egal, was sie spielen, welche Optionen sie wählen, wir sind gut vorbereitet und haben auf alles eine Antwort.“

Was gibt es sonst noch? Gleich fünf Lotter Spieler sind von Sperren bedroht: Tim Wendel, Andre Dej, Moritz Heyer und Bernd Rosinger haben vier Gelbe Karten. Kevin Pires-Rodrigues neun.

Was sagt der Gegner? „Ich denke nicht, dass Lotte durch die Pokaleuphorie jetzt den Ligaalltag vernachlässigt“, glaubt RWE-Trainer Krämer. „Für den Klassenerhalt wird sich die Mannschaft gegen Lotte zerreißen“, bekräftigt Abwehrspieler Luka Odak. Krämer hat bei den Sportfreunden ein gutes Umschaltspiel und eine gute Mentalität ausgemacht. Mit Jannis Nikolaou, Mario Erb und Christoph Menz sind drei Spieler gesundheitlich angeschlagen.

Gibt es noch etwas Besonderes? Erfurter Fans fielen gegen FSV Frankfurt aus der Rolle. Mit antisemitischen Schmähgesängen provozierten sie den gegnerischen Anhang. Die Polizei musste eingreifen und setzte auch Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Eine Polizistin wurde verletzt. Der DFB hat Ermittlungen aufgenommen. RWE droht ein Geisterspiel.

Und wie geht’s aus? Lotte ist eines der stärksten Auswärtsteams und schwimmt auf einer Sympathiewelle. Das nutzen die Sportfreunde zu einem 2:0-Sieg.


Samstag, 14 Uhr (23. Spieltag): Rot-Weiß Erfurt – SF Lotte

Rot-Weiß Erfurt: 1 Klewin – 22 Menz, 21 Möckel, 25 Erb, 17 Odak – 4 Nikolaou , 8 Vocaj, 13 Tyrala – 7 Bergmann, 27 Kammlott, 9 Uzan

Sportfreunde Lotte: 30 Fernandez – 23 Langlitz, 5 M. Rahn, 4 Nauber, 16 Neidhart – 8 Dej, 3 Wendel, 20 Pires-Rodrigues – 19 Freiberger, 10 Rosinger, 17 Granatowski

In Reserve: 1 Buchholz (TW), 6 Gorschlüter, 9 Sané, 15 Heyer, 27 Brock, 31 Kaffenberger, 14 Schikowski.

Es fehlen: Zummack (Meniskus-OP), Steinhart (Trainingsrückstand), Lindner (Muskelfaserriss), Haitz (Oberschenkel), Hettich, Engel, Tankulic.

Zuschauer: 5000. Schiedsrichter: Florian Kornblum (Chieming).

Live-TV: Der MDR überträgt diesmal nicht.

Liveticker: noz.de/sfl.

Nächste Spiele: Am Samstag (25. 2., 14 Uhr) gegen den Chemnitzer FC; am Dienstag (28. 2., 20.45 Uhr) Pokalviertelfinale gegen Borussia Dortmund.

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