19.04.2017, 08:18 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Wahl am 8. Juni Liveblog zum Nachlesen: Britisches Parlament stimmt für Neuwahlen

In Großbritannien soll es am 8. Juni überraschend Neuwahlen geben. Das hat die britische Premierministerin Theresa May am Dienstag in London angekündigt. Foto: AFPIn Großbritannien soll es am 8. Juni überraschend Neuwahlen geben. Das hat die britische Premierministerin Theresa May am Dienstag in London angekündigt. Foto: AFP

London. In Großbritannien soll es am 8. Juni überraschend Neuwahlen geben. Das hat die britische Premierministerin Theresa May am Dienstag in London angekündigt. Hier finden Sie den Liveblog.


LIVEBLOG: BRITISCHE PREMIERMINISTERIN KÜNDIGT NEUWAHLEN AN

18. April 2017 12:10

Liebe Leserinnen und Leser, in Großbritannien soll es am 8. Juni überraschend Neuwahlen geben. Das kündigt die britische Premierministerin Theresa May an. Wir begleiten die aktuellen Entwicklungen im Liveblog! 

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18. April 2017 12:13

In diesen Minuten erklärt die Premierministerin die Entscheidung vor ihrem Amtssitz in Downing Street 10.

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18. April 2017 12:15

Sie begründet den Schritt damit, das Parlament sei sich uneinig über den geplanten EU-Austritt ihres Landes. «Vom Brexit gibt es kein Zurück», sagt May. 

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18. April 2017 12:17

Bislang hat die konservative Politikerin Neuwahlen ausdrücklich ausgeschlossen. Sie musste sich aber immer wieder gegen Vorwürfe erwehren, sie habe kein Mandat. May war im Juli 2016 von ihrer Partei ins Amt gewählt worden, nachdem ihr Vorgänger David Cameron nach dem Brexit-Votum am 23. Juni zurückgetreten war. Erst Ende März hatte May die Austrittserklärung ihres Landes aus der EU verkündet. 


Foto: Alastair Grant, AP/dpa
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18. April 2017 12:19

Regulär sollte erst wieder im Jahr 2020 gewählt werden. Jüngste Umfragen deuten darauf hin, dass Mays Konservative einen erheblichen Vorsprung vor der oppositionellen Labour-Partei hat und ihre Regierungsmehrheit erheblich ausbauen könnte.

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18. April 2017 12:22

May begründet die überraschenden Neuwahlen vor allem mit politischen Streitigkeiten über den Brexit. «Das Land kommt zusammen, aber Westminster tut dies nicht», sagt die Premierministerin. Ohne Einigkeit drohe Unsicherheit und Instabilität, Großbritannien brauche eine starke und stabile Führung.


Foto: Alastair Grant, AP/dpa
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18. April 2017 12:28

Das britische Parlament soll bereits an diesem Mittwoch über Neuwahlen am 8. Juni abstimmen, so die britische Premierministerin. May benötigt dafür eine Zweidrittelmehrheit im Unterhaus. 

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18. April 2017 12:30

Während der überraschenden Pressekonferenz von Theresa May herrscht Sonnenschein über der britischen Hauptstadt.


Foto: Alastair Grant, AP/dpa
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18. April 2017 12:32

Erste Reaktion aus der deutschen Sozialdemokratie. SPD-Generalsekretärin Katarina Barley äußert sich bei Twitter:



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18. April 2017 12:36
Großbritannien verlässt die Europäische Union und es kann kein Zurück geben.

Die britische Premierministerin Theresa May zu ihrer Ankündigung, überraschend Neuwahlen für den 8. Juni anzusetzen
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18. April 2017 12:44

Dutzende Journalisten verfolgen Mays Ansprache. 


Foto: Philip Toscano, PA/dpa
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18. April 2017 12:49

Und auch international stößt die Rede auf große Aufmerksamkeit







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18. April 2017 12:54

Zum Hintergrund: Theresa May hat sich in ihrer politischen Karriere oft wandlungsfähig, geschickt - aber nicht immer eindeutig gezeigt. Bevor sie im vergangenen Juli zur britischen Premierministerin gewählt wurde, plädierte May im Wahlkampf für den Verbleib ihres Landes in der EU. Die Innenministerin tat dies so behutsam, dass es kaum jemand merkte. Ihr Lavieren erwies sich nach dem Brexit-Sieg als Vorteil - auch weil sie als Premierministerin Brücken zwischen den verfeindeten Lagern bei den Konservativen schlagen musste.

Nach ihrem Wahlerfolg beeindruckte die konservative Politikerin mit ihrer Entschlossenheit. «Brexit heißt Brexit. Und wir machen einen Erfolg daraus», sagte sie über den geplanten EU-Austritt ihres Landes. In den Monaten darauf wurde May aber oft als zaudernd wahrgenommen. Ihr wurde vorgehalten, rhetorisch geschickt wenig Inhalt in viel Verpackung zu hüllen - gerade beim Thema Brexit. Das Magazin «Economist» erschien mit einem Foto von ihr auf der Titelseite und der Überschrift: «Theresa Maybe» - «Theresa Vielleicht».

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18. April 2017 12:56

Nach der Erklärung - die britische Premierministerin kehrt in ihren Amtssitz zurück.


Foto: Alastair Grant, AP/dpa
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18. April 2017 13:03

Der Chef der britischen Liberaldemokraten, Tim Farron, appelliert an die Wähler, die überraschend angesetzte Neuwahl als Chance zu nutzen. «Diese Wahl ist Eure Chance, die Richtung unseres Landes zu ändern», schreibt Farron auf Twitter. Die Liberaldemokraten stehen einem harten Austritt des Landes aus der Europäischen Union kritisch gegenüber. 



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18. April 2017 13:09

Die EU-Kommission will sich zunächst nicht zur Ankündigung von Neuwahl in Großbritannien äußern. Ein Sprecher begründet dies damit, dass die britische Premierministerin Theresa May parallel zur mittäglichen Pressekonferenz der Brüsseler Behörde auftrat.

Ganz grundsätzlich sei die EU-Kommission für Wahlen. «Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass die Europäische Union eine Union der Demokratie ist. Es gibt also Wahlen, es gibt überall Wahlen. Das ist logisch, das ist normal», sagt der Sprecher. «Und Wahlen sind etwas Gutes. Wir sind dafür, im Allgemeinen.»

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18. April 2017 13:17

Der frühere Premierminister Großbritanniens, David Cameron, begrüßt die Ankündigung von Regierungschefin Theresa May zur Ansetzung einer Neuwahl. Dies sei eine mutige und richtige Entscheidung, schreibt Cameron auf Twitter. Er wünsche allen konservativen Kandidaten viel Erfolg. 



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18. April 2017 13:22

Hingegen warnt die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon vor einer Entwicklung des Landes nach rechts. «Die Tories sehen die Möglichkeit, Großbritannien nach recht zu rücken, einen harten Brexit durchzudrücken und tiefere Sparmaßnahmen zu verhängen», schreibt Sturgeon auf Twitter mit Blick auf die britischen Konservativen (Tories). Sturgeon ruft zugleich dazu auf, sich nun besonders für die Belange Schottlands einzusetzen. Im März hatte das schottische Parlament einer erneuten Volksabstimmung über die Unabhängigkeit von Großbritannien zugestimmt - nur einen Tag vor der EU-Austrittserklärung des Landes.



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18. April 2017 13:27

Der Chef der oppositionellen britischen Labour Partei, Jeremy Corbyn, sieht die Entscheidung von Regierungschefin Theresa May zur Ansetzung einer Neuwahl als Chance. «Ich begrüße die Entscheidung der Premierministerin, dem britischen Volk die Möglichkeit zu geben, eine Regierung zu wählen, die die Interessen der Mehrheit an erste Stelle stellt», schreibt er. 

Corbyn hatte seine Abgeordneten bei der Abstimmung über das  Brexit-Gesetz zum Ausstieg Großbritanniens aus der EU angewiesen, dafür zu stimmen. Seine Partei werde die Brexit-Verhandlungen nicht blockieren, hatte er angekündigt. Wie genau er sich nun vor der Neuwahl in Sachen Brexit positionieren will, ließ er zunächst offen. Corbyn hatte schon vergangenes Jahr erklärt, er rechne 2017 mit vorgezogenen Parlamentswahlen, seine Partei bereite sich darauf vor. 



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18. April 2017 13:36

Wie sieht die aktuelle Sitzverteilung im britischen Unterhaus aus? Eine Übersicht


Grafik: A. Brühl
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