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17.04.2017, 15:51 Uhr KOMMENTAR

Anschlag auf Flüchtlingskinder in Syrien: Hoffnung inmitten des Schreckens

Kommentar von Melanie Heike Schmidt

Auch in Syrien feierten viele Christen das Osterfest und entzündeten im Gedenken an die Toten des Konflikts (hier ein Bild aus Damaskus) Kerzen. Foto: AFPAuch in Syrien feierten viele Christen das Osterfest und entzündeten im Gedenken an die Toten des Konflikts (hier ein Bild aus Damaskus) Kerzen. Foto: AFP

Osnabrück. Die Gewaltspirale in Syrien dreht sich unablässig, nun hat eine Autobombe fast 70 Kinder in den Tod gerissen. Angesichts der Grausamkeit ist es tröstlich, dass die Kirchen in ihren Osterbotschaften Signale der Hoffnung senden.

Die Schreckensnachrichten aus Syrien nehmen kein Ende. Nun riss eine besonders perfide platzierte Autobombe fast 70 Kinder aus einem Flüchtlingskonvoi in den Tod. Ein Journalist berichtete, kurz vor der Explosion seien Süßigkeiten an die Kinder verteilt worden. Ob das stimmt, ist unklar – wie so vieles in diesem Konflikt. Und wie üblich schieben sich die infrage kommenden Gruppen, Regierungstruppen und Rebellen, die Verantwortung gegenseitig zu.

Dabei ist es fast gleichgültig, wer die Gräueltat veranlasst hat: Verantwortung für die mittlerweile rund 400000 Toten des Krieges tragen viele. Zum einen Terroristen und Kämpfer vor Ort. Und zum zweiten die Strippenzieher im Hintergrund. Ob die USA, Russland, der Iran, die Türkei oder Saudi Arabien – sie alle verfolgen eigene Interessen und führen ihren Stellvertreterkrieg auf dem Rücken der Menschen in Syrien.

Es ehrt die UN, den jüngsten Anschlag zu ächten. Dennoch stellt sich die Frage, ob es je eine friedliche Lösung für Syrien geben kann. Hier lohnt sich ein Blick in die Osterbotschaft des Papstes: Franziskus beklagt zwar auch das Leid der Menschen. Zugleich verbreiten er und andere Vertreter der großen Kirchen aber Trost und Zuversicht. Das macht die Gewalt nicht weniger schlimm. Doch ohne Hoffnung im Herzen wären die toten Kinder von Aleppo gar nicht zu ertragen.

Weiterlesen: Papst-Appell: Hoffnung trotz des Leids nicht aufgeben


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