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20.03.2017, 17:14 Uhr KOMMENTAR

Flüchtlingsproblem: Es gibt nur eine Lösung

Kommentar von Stefanie Witte

Je besser das Wetter wird, desto mehr Flüchtlinge machen sich auf den Weg übers mehr nach Europa. Foto: dpaJe besser das Wetter wird, desto mehr Flüchtlinge machen sich auf den Weg übers mehr nach Europa. Foto: dpa

Osnabrück. Bislang hat Europa keinen einheitlichen, geschweige denn effektiven Plan, für den Umgang mit Migranten und Flüchtlingen. Daran wird auch das gestrige Treffen der Innenminister in Rom nichts ändern.

Der aktuelle Plan: Die nordafrikanischen Staaten sollen Migranten aufhalten und an der Fahrt nach Europa hindern.

Das wird nicht funktionieren. Im Fokus steht Libyen. Ein Land mit einer instabilen Regierung und zwei Gegenregierungen, ein zerfallener Staat, der Menschen unter unwürdigen Bedingungen in Lagern einsperrt, misshandelt und tötet.

Auch die Erkenntnis, dass Tausende im Mittelmeer ertrinken und ihre Flucht nach Europa nicht überleben, hält viele nicht davon ab, es trotzdem zu wagen. Solange es andere gibt, die in Europa ankommen, treiben Hoffnung und Verzweiflung weiterhin Menschen aufs Meer. Gerade steigen die Zahlen der Geretteten wieder an, weil das Wetter milder wird.

Die Lösung kann nicht sein, niemanden mehr aus Seenot zu retten – mal abgesehen davon, dass auf hoher See die Pflicht gilt, anderen zu helfen. Die Lösung kann derzeit auch nicht in härterem Grenzschutz bestehen, den die Libyer nicht umsetzen können. Humanitär vertretbar wie effektiv wäre es dagegen, die Flüchtlinge nicht nach Europa, sondern in Lager auf dem afrikanischen Kontinent zu bringen.


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