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26.11.2016, 15:58 Uhr CDU-SPITZENKANDIDAT

Kommentar zur Wahl: Althusmanns Aufgabe


Der neue Landesvorsitzende der CDU und Spitzenkandidat für die Ministerpräsidentenwahl in Niedersachsen, Bernd Althusmann, steht mit seiner Ehefrau Iris während des Landesparteitages der CDU in Hameln (Niedersachsen) zusammen. Foto: Peter Steffen/dpaDer neue Landesvorsitzende der CDU und Spitzenkandidat für die Ministerpräsidentenwahl in Niedersachsen, Bernd Althusmann, steht mit seiner Ehefrau Iris während des Landesparteitages der CDU in Hameln (Niedersachsen) zusammen. Foto: Peter Steffen/dpa

Hameln. Die Wahl von Bernd Althusmann zum CDU-Spitzenkandidaten und -Landeschef ist keine Überraschung. Ein Kommentar.

Der Rückhalt, mit der die Partei über Monate den Wechsel vom alten Frontmann McAllister zum ehemaligen Kultusminister unterstützte, ist aber bemerkenswert. Die CDU hat von Hameln aus das Signal ausgesendet, dass sie die Mission „Zurück-zur-Macht-im-Land“ geschlossen angeht. Die Partei hat nach Monaten des Wartens endlich wieder eine Gallionsfigur, hinter der sie sich scharen kann. Darauf kann der neue starke CDU-Chef setzen.

Auf Althusmann wartet nun die ungleich schwerere Aufgabe, nach der eigenen Partei auch die Menschen im Land von der Notwendigkeit eines Regierungswechsels zu überzeugen. Das Zeug dazu bringt der in die Landespolitik-Rückkehrer mit. Doch ob der Wechsel gelingt, liegt nicht nur an Althusmann: Der Amtsbonus von SPD-Kontrahent Stephan Weil wiegt gerade in unsicherer Zeit doppelt schwer. So lange sich die Rot-Grün keine schweren Fehler leistet und genug Geld in der Landeskasse liegt, dürfte Althusmann es schwer haben.

Und noch ein ganz wichtiger Faktor liegt außerhalb des Einflusses von Althusmann: Vier Monate vor der Landtagswahl bestimmen die Bundesbürger einen neuen Bundestag. Wie immer der Wahlgang in Berlin ausgeht, Niedersachsen wählt im Windschatten der politischen Großwetterlage.


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