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06.11.2016, 19:03 Uhr KRIEG ISLAMISCHER STAAT

Dem Kalifat des Terrors droht der Untergang

Kommentar von Michael Clasen

Eine Kurdenkämpferin aus dem Iran in einer Stellung der Peschmerga in der Nähe der irakischen Stadt Mossul. Auch in Syrien haben kurdische Einheiten einen Vormarsch angekündigt –und zwar auf die dortige IS-Hochburg Rakka. AFPEine Kurdenkämpferin aus dem Iran in einer Stellung der Peschmerga in der Nähe der irakischen Stadt Mossul. Auch in Syrien haben kurdische Einheiten einen Vormarsch angekündigt –und zwar auf die dortige IS-Hochburg Rakka. AFP

Osnabrück. Für den sogenannten Islamischen Staat geht es jetzt ums Überleben. Die Schlacht um Mossul im Irak hat vor einigen Wochen begonnen. Nun soll auch Rakka in Syrien fallen.

Dem Kalifat des Terrors droht der Untergang, wenn es in den beiden Bürgerkriegsländern seine letzten verbliebenen Hochburgen verliert.

Die Chancen dazu stehen gut. Zumindest im Irak. Die US-geführte Koalition wird durch Luftschläge, Aufklärung und Spezialeinheiten den Vormarsch der kurdischen Peschmerga, schiitischer Milizen und der irakischen Armee massiv unterstützen. Militärisch dürfte die Rückeroberung der Millionenmetropole Mossul über kurz oder lang möglich sein, auch wenn ein langwieriger und verlustreicher Häuserkampf droht.

Diktator Assad kennt keinerlei Skrupel

Anders sieht das in Rakka aus . Hier haben die kurdischen Einheiten zwar auch Luftunterstützung durch die Alliierten zur Verfügung. Doch die kurdischen Einheiten am Boden allein sind kaum stark genug, um Rakka von der Terrorherrschaft zu befreien.

Präsident Erdogan setzt alle Mittel ein

Zumal der türkische Präsident Erdogan alle Mittel einsetzen wird, um einen weiteren Landgewinn der Kurden in Syrien zu verhindern. Das gilt auch für Diktator Assad, der bekanntlich eng mit Russland verbündet ist und keinerlei Skrupel kennt. Assad würde notfalls auch den Islamischen Staat unterstützen, wenn es dem eigenen Machterhalt diente.


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