Ihr regionaler Immobilienmarkt
18.10.2016, 19:35 Uhr

Preise für Immobilien steigen Vorsicht Häuslebauer: Jeder Boom hat mal ein Ende

Arbeiter auf einer Baustelle in Schwerin. Foto: dpaArbeiter auf einer Baustelle in Schwerin. Foto: dpa

Osnabrück. Der Immobilienboom in Deutschland beschleunigt sich einer Studie zufolge. Die Preise für eine Vielzahl von Häusern und Eigentumswohnungen steigen immer schneller immer stärker. Kann das gutgehen?

Bauherren und Immobilienkäufer im Glück: Wer sich ein Haus oder eine Eigentumswohnung zulegen will, der kann die Immobilie aktuell extrem günstig finanzieren. Nur knapp über ein Prozent Zinsen werden derzeit für Hypothekendarlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren verlangt. Es ist ein Spottpreis. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach Immobilien boomt.

Die Medaille hat freilich auch eine Kehrseite: Die durch die Niedrigzinspolitik künstlich befeuerte Nachfrage treibt die Preise für Immobilien zum Teil rasant in die Höhe. Und eine Trendwende ist nicht abzusehen. Dafür ist der Nachholbedarf im Wohnungsbau zu groß. Zudem zieht es immer mehr Menschen in die Städte und müssen hunderttausende von Flüchtlingen untergebracht werden.

Doch Vorsicht: Jeder Boom endet einmal. Auch auf dem Immobilienmarkt sehen Experten bereits erste Anzeichen für eine Überhitzung und die Entwicklung einer Preisblase. Platzt sie, könnte mancher Käufer seine Entscheidung schon bald bitter bereuen.

Noch ist es aber nicht so weit. Noch ist es in der Regel durchaus attraktiv, in Betongold zu investieren, denn auch die Mieten steigen. Zudem bleiben Immobilien eine gute Vorsorge fürs Alter. Dies gilt umso mehr, als sich Sparen wegen der Minizinsen nicht mehr lohnt. Eines ist aber wichtiger denn je: Preise zu vergleichen und nicht unter Zeitdruck zu handeln.


0 Kommentare