25.08.2016, 12:20 Uhr

Katastrophenhilfe terre des hommes zu Weltrisikobericht: Helfer vor Ort stärken

Ende April 2015 bebte in Kathmandu, Nepal, die Erde – mit verheerenden Folgen: mehr als 7500 Menschen starben. Auch hier hatten die Helfer Schwierigkeiten, effektiv zu arbeiten. Der Weltrisikobericht 2016 beleuchtet die Risiken unzureichender Infrastruktur, die Unglücke zu Katastrophen werden lassen. Foto: dpaEnde April 2015 bebte in Kathmandu, Nepal, die Erde – mit verheerenden Folgen: mehr als 7500 Menschen starben. Auch hier hatten die Helfer Schwierigkeiten, effektiv zu arbeiten. Der Weltrisikobericht 2016 beleuchtet die Risiken unzureichender Infrastruktur, die Unglücke zu Katastrophen werden lassen. Foto: dpa

Osnabrück. Mit Blick auf den an diesem Donnerstag veröffentlichten Weltrisikobericht 2016 fordert Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre des hommes, eine intensivere Stärkung der Helfer vor Ort. Das sagte er in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

In dem Gespräch mit unserer Redaktion sagte der Vorstandssprecher von terre des hommes „Die Stärkung dieser lokalen Kräfte ist angesichts der Anfälligkeit vieler Länder und Regionen gegenüber Katastrophen künftig eine der wichtigsten Herausforderungen für die internationale Entwicklungspolitik.“

Eng mit Partnern zusammenarbeiten

Der Weltrisikobericht zeige auf, wie wichtig es sei, in der humanitären Hilfe eng mit einheimischen Partnerorganisationen zusammenzuarbeiten, betonte Recknagel. „Sie sind mit den kulturellen Gegebenheiten vertraut und kennen die Menschen, die am dringendsten Hilfe benötigen“, erklärte der Vorstandssprecher der Hilfsorganisation mit Sitz in Osnabrück. „Sie sind die Ersten, die im Katastrophenfall aktiv werden können, und sie sind auch dann noch da, wenn die internationalen Hilfsorganisationen schon wieder weg sind“, sagte Recknagel.

Schlechte Infrastruktur lässt Risiko steigen

Der Weltrisikobericht wird einmal jährlich vom Bündnis Entwicklung Hilft herausgegeben, einem Zusammenschluss sieben namhafter Nichtregierungsorganisationen, darunter terre des hommes. In diesem Jahr legt der Bericht seinen Fokus auf die Risiken mangelhafter Infrastruktur. Eine unzureichende Infrastruktur erhöht den Experten zufolge das Katastrophenrisiko bei extremen Naturereignissen. Marode Verkehrswege, unsichere Stromnetze und baufällige Gebäude behinderten oft die humanitäre Hilfe aus dem Ausland, sagte der Geschäftsführer des Bündnisses „Entwicklung Hilft“, Peter Mucke, bei der Vorstellung Weltrisikoberichtes 2016 am Donnerstag in Berlin. Die Selbsthilfe der Betroffenen im Katastrophenfall werde erschwert. Auch sei es nicht immer leicht, eine gerechte Verteilung der Lebensmittel zu gewährleisten. (mit epd)

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