13.06.2016, 15:46 Uhr

Empfang in der Wüste fiel aus Gorbatschow kungelte mit Außerirdischen


Moskau. Der sowjetische Präsident Gorbatschow soll Mitte Juni 1991 versucht haben, Kontakt mit Außerirdischen aufzunehmen. Das erzählt General Alexej Sawin. Die Landung kam nicht zu Stande, weil die Ankömmlinge „misstrauisch wurden“.

Vor 25 Jahren hat der damalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow allen Ernstes versucht, Kontakt zu Außerirdischen aufzunehmen. Die supergeheime Abteilung des Moskauer Generalstabs, im sowjetischen Verteidigungsministerium als „Truppenteil 10003“ bekannt, befasste sich mit der parapsychologischen Kriegführung. Es war nicht so leicht, deren Mitarbeiter in Staunen zu versetzen. Aber auch sie fielen aus allen Wolken, als der Befehl kam, Ankömmlinge aus dem All in der Kysylkum-Wüste in Empfang zu nehmen.

Ex-Chef der Sonderabteilung packt aus

Wie der Ex-Kommandant des Truppenteils 10003, Generalleutnant Alexej Sawin, in einem Interview der „Komsomolskaja Prawda“ enthüllt, hatte der prominenteste sowjetische Ufologe, Mark Milchiker, direkt den Präsidenten Gorbatschow angeschrieben. Er habe Berichte von seinen Mitarbeitern in Mittelasien erhalten, die unabhängig voneinander meldeten, dass die Landung eines außerirdischen Raumschiffs nahe der usbekischen Stadt Sarafschan bevorstehe.

Er habe mit dessen Besatzung über ein Medium Kontakt aufgenommen, so der UFO-Forscher. Die Ankömmlinge baten um kurzzeitige Notlandung in der Wüste und garantierten, dass die 300 Besatzungsmitglieder sich „freundlich verhalten und das Raumschiff nicht verlassen“ würden. Gorbatschow gab den Brief an Verteidigungsminister Dmitri Jasow weiter. Dieser schickte ihn an Generalstabschef Michail Moissejew. Der teilte den Vorgang dem Chef der Raketenabwehr Iwan Tretjak und dem Parapsychologenchef Sawin zu, und zwar mit der Anweisung „Empfang sicherstellen“.

Raketenabwehr sollte abgeschaltet werden

Kollegen von der Raketenabwehr hätten ihn gebeten, dem Generalstabschef „den Unsinn auszureden“. Hinterher werde sonst die ganze Welt über sie lachen, erinnert sich Sawin. Moissejew habe aber bereits den Befehl unterzeichnet. „Als ich Befehlshaber im Fernen Osten war, habe ich fliegende Untertassen und die Ankömmlinge mit eigenen Augen gesehen, sagte er. „Die gibt es; mir kann keiner was vormachen“, befand der Generalstabschef.

Der Einsatz unterlag strengster Geheimhaltung, so Sawin. Laut Milchiker hatten die Ankömmlinge gefordert, die Raketenabwehr im Süden der Sowjetunion für die Zeit der Landung abzustellen. Offenbar waren sie mit den herrschenden Sitten bei der Sowjetarmee vertraut. Als Sawin Bedenken äußerte, rief sein Chef Gorbatschow an und bekam die Genehmigung für die Abschaltung der Raketen.

Sawin nahm fünf Mitarbeiter seiner Abteilung, fünf von der Raketenabwehr sowie den Oberufologen Milchiker und dessen Frau, ebenfalls eine Ufologin, mit nach Kysylkum. In Sarafschan seien sie vom Ortsbürgermeister, einem Russlanddeutschen, empfangen worden. Dieser habe „mit typisch deutscher Sorgfalt“ Zeitungs- und Augenzeugenberichte über frühere UFO-Landungen gesammelt und ihnen gezeigt. Die Untertassen tummelten sich buchstäblich um Sarafschan.

Landung fiel aus

Das Raumschiff wurde gegen 2 Uhr nachts erwartet. Als der Termin verstrich und nichts geschah, wurde gespottet und gewitzelt. Da sagte Milchiker dem besonders skeptischen Hubschrauberpiloten, er könne selbst mit den Ankömmlingen sprechen. Er versenkte den Mann in Trance und stellte über ihn Fragen an die Besucher. Der Pilot habe über Astronomie und Raumfahrt Dinge erzählt, die eindeutig unirdischen Ursprungs waren, sagt Sawin. Die Landung blieb aus, weil die Ankömmlinge misstrauisch wurden.

Zu der Frage, wieso sich Gorbatschow auf den „Kontakt“ eingelassen habe, sagt General Sawin, dieser habe sich offenbar geschmeichelt gefühlt, weil die Außerirdischen sich an ihn als einzigen wandten. Seine Situation sei damals schon nicht mehr sicher gewesen. Zwei Monate später seien ja der Putsch und sein Rücktritt gefolgt.


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