02.02.2016, 15:37 Uhr

Flüchtlingsunterbringung Flüchtlinge in Hotels? Dehoga sieht keine Probleme

Der Berliner Senat plant, Flüchtlinge in Hotels unterzubringen. Der Verband Dehoga erwartet deswegen aber keine steigenden Zimmerpreise.

            
Foto: dpaDer Berliner Senat plant, Flüchtlinge in Hotels unterzubringen. Der Verband Dehoga erwartet deswegen aber keine steigenden Zimmerpreise. Foto: dpa

Berlin will 10000 Flüchtlinge in Hotels unterbringen. Damit wären viele Betten belegt. Der Verband Dehoga erwartet aber keine steigenden Zimmerpreise.

trim Osnabrück. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Berlin erwartet im Fall der Unterbringung von tausenden Flüchtlingen in Berliner Hotels keine steigenden Preise für Hotelzimmer. In einem Gespräch mit unserer Redaktion sagte der Hauptgeschäftsführer Dehoga Berlin, Thomas Lengfelder: „Die vorübergehende Verknappung der Kapazitäten wird zu keinen gravierenden Preiserhöhungen führen.“

Ausreichend Konkurrenz in Berlin

Es gehe bei den Plänen des Berliner Senats um 10 000 Betten, also 5000 Zimmer oder 3,5 Prozent aller Hotelbetten in Berlin. Die Bundeshauptstadt sei mit rund 140 000 Hotelbetten aber eine der größten und modernsten Hotellandschaften der Welt, zudem würden laufend neue Hotels gebaut. „Aufgrund des sehr harten Konkurrenzkampfes sind die Preise in Berlin im Vergleich zu anderen Metropolen außerordentlich niedrig“, sagte Lengfelder. Dies werde wohl auch so bleiben. Der Verband erwartet keine negativen Folgen für den Tourismus in der Stadt. Lengfelder sagte: „Es ist auf jeden Fall positiver, wenn Flüchtlinge in Hotels als in Zelten oder im Kongresszentrum/Messehallen untergebracht werden.“

Es geht um 22 Hotels

Der Berliner Senat will offenbar von einer Hotelkette längerfristig in großem Stil Übernachtungsplätze für Flüchtlinge anmieten. Es soll dabei laut Medienberichten um 22 Hotels der Gesellschaft Grand City Hotels gehen, zu denen unter anderem Häuser der Marken Holiday Inn und Wyndham gehören. Pro Nacht und Übernachtungsplatz verlange der Anbieter 50 Euro, das sind rund 1 500 Euro im Monat und 18 000 Euro im Jahr.


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