01.02.2016, 07:51 Uhr

Positive Stimmung werde gekippt Pro Asyl warnt vor Stimmungsmache gegen Flüchtlinge

Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl, findet, dass im Zuge der Flüchtlingskrise derzeit zu viel über angebliche Bedrohungen gesprochen wird. Foto: dpaGünter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl, findet, dass im Zuge der Flüchtlingskrise derzeit zu viel über angebliche Bedrohungen gesprochen wird. Foto: dpa

KNA Frankfurt. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl warnt vor einer „gefährlichen Stimmungsmache“ gegen Flüchtlinge in Deutschland.

Derzeit werde viel zu viel über die Abwehr dieser Menschen, über straffällig gewordene Asylbewerber und über angebliche Bedrohungen gesprochen, beklagte Geschäftsführer Günter Burkhardt im ZDF-Morgenmagazin: „Dabei ist die AfD nur die Spitze des Eisbergs“. Auch Politiker der etablierten Parteien äußerten sich immer häufiger in dieser Weise. Dadurch werde die bisher eher positive Stimmung im Land zum Kippen gebracht. Diese aber sei notwendig, um die großen Herausforderungen meistern zu können.

Burkhardt: Türkei kein sicherer Staat

Für „weder praktikabel noch sinnvoll“ hält Burkhardt den Vorschlag, straffällig gewordene Flüchtlinge in Drittstaaten wie die Türkei zurückzuschicken. Gerade die Türkei sei kein sicherer Staat und wende noch nicht einmal die Genfer Flüchtlingskonvention an .

Wer als Asylbewerber straffällig werde, so Burkhardt, müsse vor Gericht und gegebenenfalls auch ins Gefängnis kommen. Auch könne man zurückgeschickt werden in sein Herkunftsland – es sei denn, dort drohten schwere Menschenrechtsverletzungen.


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