04.10.2015, 18:17 Uhr

Drittes Spiel, dritte Niederlage Girolive-Panthers verlieren 55:65 beim Herner TC


Herne. Die Girolive-Panthers warten weiter auf den ersten Erfolg in der Basketball-Bundesliga.

Die Osnabrückerinnen zeigten beim Herner TC drei Viertel lang eine Leistung auf Augenhöhe, mussten die erfahrenen Gastgeberinnen aber im Schlussabschnitt davonziehen lassen und mit einer 55:65-Niederlage auf die Heimreise gehen. Die Steigerung gegenüber der Heimniederlage gegen Freiburg macht Team und Trainern Hoffnung.

Skye Rees sorgte mit einem Dreipunktspiel nach 38 Sekunden für die ersten Punkte der Partie, dann aber übernahm der HTC das Spiel. Nach neun Punkten in Folge nahm der OSC die erste Auszeit – und Herne damit ein bisschen den Rhythmus. Katelyn McDaniel und Rees verkürzten auf 7:10 (5. Minute). Die Panthers störten das Herner Offensivspiel effektiver, die Würfe der Gastgeberinnen fanden nun seltener ihr Ziel. Osnabrück ließ den Ball laufen, auch wenn Jasmine Thomas durch eine enge Bewachung früh aus dem Spiel genommen wurde. Was sie kann, zeigte die Spielmacherin mit fünf Punkten am Stück: Ihr erster Dreier sorgte für den Ausgleich (12:12/7.), Rees‘ erneutes Dreipunktspiel brachte erstmals wieder die Führung, die McDaniel ausbaute (19:14/9.). Zum Schluss des ersten Viertels zog Herne noch einmal das Tempo an, mit der ersten Sirene führten die Panthers nur noch 21:20.

Wechselnde Führung, Gleichstand zur Pause

Die OSC-Frauen hatten Glück, dass bei den Hernerinnen nach Wiederbeginn auch die offenen und einfachen Würfe nicht fielen. So führte die Durststrecke nach Katarina Flasarovas Eröffnungs-Punkten nicht zu einem größeren Rückstand als dem 23:26. Rees und McDaniel drehten den Spieß um zum Mini-Vorsprung (27:26/15.), der bis zur Pause allerdings keinen Bestand hatte: Bei den Hernerinnen, die auf die verletzten Tiffany Porter-Talbot und Alexis Harris verzichten mussten, trat Quenice Davis zunehmend als Punktesammlerin und Vorlagengeberin in Erscheinung. Thomas hielt dagegen, der ansatzlose erste Dreier von Zdenka Kovacevic brachte den OSC 20 Sekunden vor der Halbzeit mit 36:34 in Front, aber bis zur Pause glich Herne das Duell auf Augenhöhe aus.

OSC macht Rückstand wett

Gegen Freiburg waren die Panthers am Freitagabend nach der Pause durch einen unerklärlichen Einbruch auf die Verliererstraße geraten und auch in Herne begann das Spiel nach dem Seitenwechsel erst mal mit einem 7:0-Lauf der Gastgeber. Eine Auszeit der Osnabrücker brachte nur bedingten Erfolg: Bei Herne fielen plötzlich die Würfe, beim OSC hingegen nicht. Der HTC zog auf 46:38 davon (25.). Anders als am Freitag ließen sich die Panthers nicht aus dem Konzept bringen: Sie verteidigten intensiv und nahmen mit der Davis-Manndeckung die Ideengeberin aus dem Spiel, so dass zweimal die Wurfuhr ablief, ohne dass der HTC zum Abschluss kam. Der OSC hingegen blieb cool: Als nur noch vier Sekunden auf der Wurfuhr standen, versenkte Rees ihren Dreier zum 46:46-Ausgleich. Einen Rees-Freiwurf konterte Ireti Amojo keine zwei Sekunden vor Schluss mit dem 48:47 aus Herner Sicht.

Am Ende fehlt die Luft

Im Schlussabschnitt holte der HTC das Momentum früh auf seine Seite: Rees‘ frühem Korb ließ Herne acht Punkte folgen. Nach 3:16 Minuten hatte der OSC noch nicht wieder getroffen – Zeit für eine erneute Auszeit der Panthers, in der die Sinne für die Defensive offensichtlich noch einmal geschärft wurden. In der Verteidigung ging Osnabrück aggressiv zu Werke, aber Herne konnte sich auf Sonja Greinacher verlassen: Vor allem ihre Punkte trugen dazu bei, dass der HTC erstmals zweistellig führte (62:51/37.), weil Osnabrücks Würfe nicht in den Ring fanden. Rees und Thomas verringerten den Rückstand, aber den Panthers lief die Zeit davon. Bei Hernes Auszeit 26 Sekunden vor Schluss lagen sie mit 55:65 im Hintertreffen, Rees‘ letzter Dreierversuch landete nur am Ring. „Wir haben wesentlich besser als Freitag gespielt und mindestens 30 Minuten lang eine gute Verteidigungsleistung gezeigt“, war Trainerin Juliane Höhne besser zufrieden. „Man hat gesehen, dass wir mithalten können, wenn wir als Team spielen und verteidigen. Im letzten Viertel haben wir dann nur noch acht Punkte erzielt und zu viele reinbekommen. Bei Herne fiel alles rein. Da kann man dann ein Spiel nicht mehr gewinnen.“


Panthers: Tonia Dölle, Lotta Eichmeyer, Katarina Flasarova 5 Punkte/1 Dreier, Melina Knopp, Zdenka Kovacevic 3/1, Katelyn McDaniel 16, Michelle Müller, Skye Rees 18/1, Jasmine Thomas 13/1, Janina Wellers.

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