21.04.2017, 17:39 Uhr

Leichtes Minus bei Mitgliedern Tennisregion Osnabrück setzt auf die Jugend – und Kerber

Auch in der Tennisregion Osnabrück steigt die Vorfreude: Allmählich beginnt die Freiluftsaison, am 1. Mai startet der Punktspielbetrieb. Symbolfoto: Philipp HülsmannAuch in der Tennisregion Osnabrück steigt die Vorfreude: Allmählich beginnt die Freiluftsaison, am 1. Mai startet der Punktspielbetrieb. Symbolfoto: Philipp Hülsmann

Osnabrück. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Tennisregion Osnabrück einen leichten Mitgliederrückgang. „Damit können wir leben“, sagt Regionsvorsitzender Uwe Welz zum Start in die Freiluftsaison.

Die Tennisregion Osnabrück registriert in ihren 77 Vereinen aktuell 10650 Mitglieder. Das Minus von rund zwei Prozent (rund 200 Mitglieder) gegenüber der Vorsaison ist für den Regionsvorsitzenden Uwe Welz kein Grund zur Sorge. Zum Großteil handele es sich um eine natürliche Fluktuation. Der Abwärtstrend der Vergangenheit sei zwar noch nicht ins Gegenteil verkehrt, verlaufe aber längst nicht mehr so dramatisch wie vor einigen Jahren.

Die Jugendarbeit „macht richtig Freude“

Hoffnung macht Welz der Nachwuchs. „In der Region geht die Jugendarbeit steil nach oben. Das macht richtig Freude“, registriert der Verbandschef eine rege Nachfrage für das Regionstraining. Auch im niedersächsischen Landeskader wollen die Osnabrücker „wieder angreifen“ und mit talentierten Spielern ihre Präsenz erhöhen.

TC VfL Osnabrück ist größter Klub der Region

Als Faustformel gilt: „Die größten Vereine haben auch die größte Jugendarbeit. Es gibt aber auch immer wieder kleine Vereine, wo es sehr gut läuft“, sagt Welz. Als stärkster Club geht der TC VfL Osnabrück mit 480 Mitgliedern in die Saison, dicht gefolgt vom Osnabrücker TC (463). Die Lücke zum TC Bad Essen (349) ist da schon etwas größer, aber auch das sind noch Dimensionen, von denen die drei kleinsten Vereine SG Voltlage (22), Eickener Spielvereinigung (16) und Eintracht Osnabrück (7) weit entfernt sind.

Saison von Mai bis September

Mitgliedergewinnung und das Wiedersehen nach der Winterpause stehen bei den 19 Klubs im Fokus, die sich an der bundesweiten Aktion „Deutschland spielt Tennis“ beteiligen, zum Saisonstart etwas Besonderes anbieten und im Gegenzug an einem Gewinnspiel des Deutschen Tennisbundes teilnehmen. Die Clubs können aber auch ohne große Umstände die Saison einläuten. Der erste Spieltag ist für den 1. Mai angesetzt. In den größten Staffeln wird dann bis zum 3. September gespielt. Damit sei die Saison zwar lang, aber ein Ende vor den Sommerferien sei aufgrund des frühen Termins der schulfreien Zeit nicht machbar gewesen, sagt Welz. Klagen darüber sind ihm noch nicht zu Ohren gekommen: Schließlich sei der Verband dem Wunsch vieler Vereine nachgekommen, dass Himmelfahrt und Pfingsten spielfrei sind.

Frauen 30 des Osnabrücker TC spielen am höchsten

Auf höchstem Niveau schlagen in der kommenden Saison die Frauen 30 vom Osnabrücker TC in der Regionalliga auf. Mit den Männern 40 des TC Oesede, den Männern 50 des TC Hagen und des Osnabrücker TC sowie den Männern 70 des SV Hellern treten die klassenhöchsten Männer in der Nordliga an.

Daumen drücken für Kerber

Zunächst geht der Blick aber an diesem Wochenende nach Stuttgart. Angelique Kerber ist dort die Hoffnungsträgerin für den Klassenerhalt der deutschen Frauen im Fed-Cup-Duell gegen die Ukraine. „Wir hoffen, dass es vernünftig läuft“, drückt Welz aus der Ferne die Daumen. Kerbers Siege bei den Grand-Slam-Turnieren in Australien und den USA im vergangenen Jahr hat auch die Tennisregion Osnabrück positiv zu spüren bekommen. Erneuter Rückenwind in der noch jungen Freiluftsaison käme auch den Vereinen in der Region ganz gelegen.


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