20.04.2017, 14:11 Uhr

Mofa- und Trial-Veranstaltung AMG Osnabrück eröffnet in Nahne die Rennsaison

Bis zu rund 60 km/h schnell sind die Mofas beim 2 1/4-Stunden-Endurance-Rennen der AMG Osnabrück. Foto: David EbenerBis zu rund 60 km/h schnell sind die Mofas beim 2 1/4-Stunden-Endurance-Rennen der AMG Osnabrück. Foto: David Ebener

Osnabrück. Zur bereits 40. Auflage des Jedermann-Trial-Motorradrennens der AMG Osnabrück kommt es an diesem Sonntag ab 10 Uhr auf dem Gelände der Nahner Waldbahn. Tags zuvor steigt dort das 17. Mofa-Endurance-Rennen. Mit diesem wird die hiesige Rennsaison eröffnet.

Auch wenn die Teilnehmerzahlen im Trial- ganz im Gegensatz zum Mofa-Rennen leicht rückläufig sind, ist die Resonanz mit 50 oder mehr Startern im Alter von sechs bis 60 Jahren immer noch im klar lohnenswerten Bereich. „Es dreht sich bei beiden Rennen um bezahlbaren Motorsport mit einer nur geringen Gefahr für gravierende Unfälle und Verletzungen“, begründet der AMG-Vorsitzende Dieter Glatzer die Beliebtheit der Veranstaltungen.

Für das Trial-Rennen am Sonntag von 10 bis 13 Uhr besteht ab 8.30 Uhr vor Ort die Chance zur spontanen Anmeldung. „Für Anfänger ist die Teilnahme mit jedem Motorrad möglich“, sagt Glatzer. In den übrigen Klassen sind Stollenreifen angesagt. Jede der sechs Leistungsklassen hat eigene Fahrspuren und Schwierigkeitsgrade. In keiner Klasse ist eine Lizenz für die Teilnahme nötig.

Beim Trial geht es darum, sechs feste Sektionen (abgesteckte Parcours) mit zu überquerenden Hindernissen wie dicken Ästen, Steinen, Treckerreifen und Betonröhren viermal zu durchfahren und dabei möglichst wenige Fehlerpunkte zu sammeln: Diese gibt es, wenn sich ein Fahrer mit den Füßen am Boden abstützt, die Spur verlässt, Sektionsbegrenzung nicht beachtet, den Motor abwürgt oder gar stürzt. Ist die Maximalzahl von fünf Fehlerpunkten in einer Sektion erreicht, muss der Fahrer den jeweiligen Parcours verlassen. „Der Trial gilt allgemein als nicht besonders spektakulär. Dabei ist schon imposant, das Geschick der Fahrer zu beobachten – da gibt es schon tolle Leistungen“, sagt Glatzer, der bedauert: „Früher gab es im Raum Weser-Ems 15 Veranstaltungen dieser Art für jedermann, heute sind es nur noch vier davon.“

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Im Gegensatz zum Trial, der auf dem Waldstück der Nahner Waldbahn steigt, findet tags zuvor ab 17 Uhr das Mofarennen im Innenfeld und Fahrerlager statt. Die 1300 Meter lange Strecke ist flüssig gesteckt und für jedermann zu bewältigen. Das Rennen ab 10 Uhr dauert zwei Stunden und 15 Minuten plus zwei Runden. Sieger ist das bis zu drei Fahrer große Team, das die größte Strecke zurückgelegt hat. Mit 140 Startern in 65 Teams, die Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h erreichen, sind hier die Teilnehmerkapazitäten seit zwei Wochen erschöpft. „Wir hätten sogar zwei Rennen anbieten können“, so der Klubchef.

Auch zu dieser Veranstaltung gibt es keine überregionale Serie. Die AMG-Macher, die drei bis vier Nachmittage zur Vorbereitung des Rennwochenendes benötigen, überlegen, beim ADAC anzufragen, ob zukünftig eine Austragung als norddeutsche Meisterschaft möglich ist.

Die Wertung des Mofa-Endurance-Rennen ist in fünf Leistungsklassen unterteilt: Mofa mit Tretkurbel, Prototypen mit Tretkurbel, Spezial mit Fußrasten und Wasserkühlung, Prototypen mit Wasserkühlung sowie den Ladies-Cup. Die Platzierungen im Training, das um 15 Uhr startet, bestimmen die Startaufstellung direkt im anschließenden Rennen. Seit der ersten Stunde des Mofarennens in Osnabrück ist neben den AMG-Mitgliedern Hergen Ammermann und Julian Dreier ein Team aus Westerkappeln dabei.


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