06.04.2017, 17:32 Uhr

5. Piesberg-Ultra-Marathon Extremlauf am Piesberg: Länger, höher, mehr Treppenstufen


Osnabrück. Länger, höher, mehr Treppenstufen: Bei seiner fünften Auflage am Samstag (ab 8.30 Uhr) wartet der Piesberg-Ultra-Marathon (PUM) mit neuen Herausforderungen auf.

„Die Sogwirkung, die der PUM entwickelt hat, ist schon irre“, sagt Günter Liegmann, der den Lauf zusammen mit Hans-Werner Rehers 2017 zum fünften Mal organisiert. Die eigentlich 123 Startplätze waren am ersten Anmeldetag binnen zehn Stunden ausgebucht, die Warteliste wurde immer länger.

Deshalb entschieden sich die Organisatoren, in diesem Jahr mehr Läufer zuzulassen. 165 stehen nun in der Meldeliste, von denen ein Teil womöglich noch kurzfristig absagen wird, wie Liegmann ahnt. Wer nicht in Topform ist, sollte sich lieber nicht quälen. „Einen Zehn-Kilometer-Lauf kriegt man immer noch mal hin, aber 60 Kilometer sind eine Herausforderung. Da muss man fit sein“, sagt Liegmann.

Rückblick auf die Premiere: Das Zeug zum Klassiker

Er hat die Strecke schon in den Knochen. Am vergangenen Wochenende absolvierten die Organisatoren einen Testlauf zusammen mit wenigen „treuen Piesberg-Marathonis, die am Sonntag verhindert sind“. 8:44:02 Stunden benötigte Liegmann. Rehers kam nach 9:07:09 Stunden ins Ziel. Der PUM ist also zu schaffen, auch wenn die Herausforderungen in diesem Jahr gewachsen sind: 60 Kilometer (4,8 mehr als 2016), 1837 Höhenmeter (plus 97) und 3354 Treppenstufen (plus 252) sind zu überwinden.

Neuer Streckenabschnitt im nördlichen Piesberg

Das liegt an einem neuen Wegabschnitt, der im nördlichen Piesberg erschlossen worden ist. Ein „unheimlich schönes“ Teilstück mit einem „tollen Ausblick“ in den Steinbruch sei so auf der Strecke hinzugekommen, findet Liegmann. Ob die Läufer die Muße haben, das Panorama zu genießen, ist eine andere Frage. Zehneinhalb Stunden beträgt das Zeitlimit. „Jeder, der ins Ziel kommt, kommt auch in die Wertung und bekommt seine Urkunde“, versichert Liegmann. Wer mehr als 10:30 Stunden benötigt, hat allerdings keine Chance, die „Rote Laterne“ zu erhalten, die an den letzten Finisher überreicht wird.

Unterstützung von der Stadt und der Spielvereinigung Haste

Unabhängig von den sportlichen Ergebnissen sei der Lauf „eine tolle Werbung für den Piesberg“, sagt Liegmann. Die Organisatoren können sich auf eine breite Unterstützung verlassen. Karl-Heinz Uthmann aus dem „Projektbüro Piesberg“ der Stadt Osnabrück sei ebenso hilfsbereit wie die Spielvereinigung Haste, auf deren Anlage am Fuße des Piesbergs sich Start und Ziel befinden. „Bei jedem Anliegen, das wir haben, bekommen wir immer nur eine Antwort: Das ist kein Problem“, ist Liegmann dankbar.

Fehlen nur noch gutes Wetter und einige Zuschauer zum Anfeuern entlang der Strecke. Am Tor zum Abfallwirtschaftszentrum, wo die Läufer an einer Verpflegungsstation versorgt werden, könnten Spaziergänger auch eine Bratwurst vom Grill bekommen und damit etwas für den guten Zweck tun, kündigt Liegmann an. Der Erlös des Laufes wird an die Initiative „Jede Oma zählt“ gespendet.

Vorjahressieger bei den Männern nicht am Start

Die Zuschauer werden auf jeden Fall einen neuen Sieger sehen: Die Männer, die die Auflagen in den Vorjahren gewonnen haben, haben zum 5. Geburtstag nicht gemeldet. Bei den Frauen räumt Liegmann der GMHütterin Hannelore Horst Aussichten auf eine gute Platzierung ein.


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