Turnier zugunsten kranker Kinder VfL-Traditionsmannschaft gewinnt Fontanherzen-Cup

Von Sven Hallmann


Am Ende waren sich die Beteiligten in der Schlosswallhalle einig: Im Mittelpunkt des 3. Fontanherzen-Cups stand weniger das Sportliche, sondern vielmehr der gute Zweck. Schließlich sammelten die Organisatoren des Vereins Fontanherzen e.V. zusammen mit Ex-VfL-Profi Thomas Reichenberger sowie Manuel Grammann und Manuel Weidner bei dem Fußball-Hallenturnier Geld für herzkranke Kinder.

Aber auch sportlich legten sich die 13 Teams ins Zeug. Zunächst wurden die Viertelfinalteilnehmer in drei Gruppen ermittelt. Die Sympathien der Zuschauer waren schnell verteilt: Der FC Mondial erntete bei seinen Auftritten den größten Applaus und stieß bis ins Finale vor. Die Mannschaft bestand aus Flüchtlingen, die seit knapp einem Jahr zusammen trainieren und in der Landwehrkaserne in Eversburg leben. Die jungen Menschen aus Somalia, dem Sudan und dem Südsudan zeigten ihr Können in der Runde der letzten Acht, als sie die Mannschaft von „Mr. Germany“ Florian Molzahn, der für Fontanherzen als Botschafter aktiv ist, mit 4:1 besiegten.

John McGurk: Aus Brüssel an den Schlosswall

Zuvor wurde ein Entscheidungsspiel um das Viertelfinale kurzerhand unterbrochen, weil Benefiz- und Friedensläufer John McGurk zusammen mit seinem Team die Halle betrat. Mit wenig Schlaf im Gepäck hatte der Schotte am Morgen seinen Friedenslauf von Osnabrück nach Brüssel beendet und ließ es sich nicht nehmen, nach der Rückkehr noch kurz in der Schlosswallhalle vorbeizuschauen.

VfL-Traditionsteam mit bekannten Gesichtern

Nach dieser willkommenen Unterbrechung ging der Spielbetrieb weiter. Die Betriebsmannschaft der AOK besiegte das Team „Sportler 4 a Childrens World“ mit 2:0. Die Traditionsmannschaft des VfL Osnabrück schlug die „Sportfreunde Schäfer“ mit 2:1. Im Team der Lila-Weißen spielten neben Mitorganisator Reichenberger auch Ronald Maul, Christian Claaßen, Andreas Schäfer, Jürgen Schmidt, Christian Weidner, Frank Weglage, Carsten Fuchtmann und Hermann Bücker. Alle Spiele wurden kompetent und mit viel Humor von den Stadionsprechern des VfL Osnabrück, Matthias Wellbrock und Carsten Thye, sowie von Silvia Lange vom BSV Rehden kommentiert und moderiert.

VfL behält im Finale die Oberhand

Auch die Halbfinals boten viel Spektakel: Der FC Mondial setzte sich mit 3:2 gegen das Team der AOK durch, die VfL-Traditionsmannschaft besiegte den SC Schölerberg ebenfalls 3:2. Im Siebenmeterschießen um Platz drei behielt die AOK mit 4:3 die Überhand. Das Finale gewann der VfL Osnabrück mit 4:1 gegen die Kicker des FC Mondial, die sich aber über den größten Applaus freuen konnten.

Thomas Reichenberger nicht nur mit seinen Toren zufrieden

Zwei Tore im Endspiel steuerte Reichenberger bei, der sich zufrieden zeigte. „Wir sind extrem glücklich über Alle, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben. Das Interesse war groß, auch wenn uns das gute Wetter ein paar Kapazitäten geklaut hat“, sagte Reichenberger, der das Sportliche bewusst außen vor ließ. Tatsächlich war die Schlosswallhalle nicht ganz gefüllt. Trotzdem wurden die Aktionen abseits des Turniergeschehens gut angenommen. Wie im letzten Jahr gab es auch dieses Mal eine Schussgeschwindigkeits-Messung, reichlich Speisen und Getränke, Konzerte, eine Tombola und eine Kinderecke, die zum Spielen einlud.

Trikot soll im Internet versteigert werden

Bei den jüngeren Zuschauern waren Fotos mit Addy Menga und Thomas Reichenberger wohl das begehrteste Souvenir des Tages. Ein weiteres Andenken sollte in Form eines VfL-Trikots von 1993 inklusive der Unterschriften verschiedener VfL-Profis wie Pele Wollitz und Reichenberger versteigert werden. Aufgrund der wenigen Zuschauer wurde diese Auktion aber abgesagt. Das Trikot soll stattdessen im Internet versteigert werden. Dementsprechend ist die Höhe der gesammelten Spenden nur vorläufig zu beziffern. „Ohne Abzüge für die Halle et cetera haben wir bisher circa 4500 Euro eingenommen“, sagte Organisatorin Anna Siepelmeyer, die sich besonders über den spontanen Besuch von John McGurk freute.

Reichenberger: Rundum gelungener Tag

Die Planungen für das nächste Jahr seien bereits in vollem Gange, betonte Siepelmeyer. Dann kann sich die Organisatorin, die dann in Stuttgart wohnen wird, wieder über tatkräftige Unterstützung von Weidner, Grammann und Reichenberger freuen. Letzterer blickte noch einmal zufrieden auf das Turnier zurück: „Es war ein rundum gelungener Tag, würde ich sagen.“


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