21.03.2017, 08:38 Uhr

Hintergründe unklar Fahrscheinautomat in Dortmund gesprengt - ein Toter und Festnahme

Bei der Sprengung eines Fahrkartenautomaten am Bahnhof Dortmund-Scharnhorst ist am frühen Dienstagmorgen ein Mann ums Leben gekommen. Symbolfoto: dpaBei der Sprengung eines Fahrkartenautomaten am Bahnhof Dortmund-Scharnhorst ist am frühen Dienstagmorgen ein Mann ums Leben gekommen. Symbolfoto: dpa

Dortmund. Ein lauter Knall, ein zerstörter Fahrscheinautomat und ein Toter. Nach einer Automatensprengung an einem Dortmunder Bahnhof nimmt die Polizei am frühen Dienstagmorgen einen Mann fest.

Bei der Sprengung eines Fahrkartenautomaten am Bahnhof Dortmund-Scharnhorst ist am frühen Dienstagmorgen ein 31-Jähriger ums Leben gekommen. Ein 26-Jähriger wurde am Tatort festgenommen und bereits vernommen, wie ein Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft am Morgen sagte. Der Mann habe ausgesagt, den Verstorbenen gekannt und vorher zufällig am Bahnhof getroffen zu haben. Die Leiche des 31-Jährigen soll im Laufe des Tages obduziert werden. Der Nah- und Fernverkehr zwischen Dortmund und Hamm war für mehrere Stunden beeinträchtigt.

Es habe in der Nacht zunächst einen Hinweis auf einen lauten Knall an dem Bahnhof gegeben, berichtete ein Sprecher der Bundespolizei. Die Dortmunder Polizei rückte nach eigenen Angaben gegen 4.20 Uhr aus. Auf dem Bahnsteig entdeckten Einsatzkräfte einen völlig zerstörten Fahrscheinautomaten. Ein Schwerverletzter habe davor gelegen und sei trotz Wiederbelebungsmaßnahmen von Zeugen und einem Notarzt noch vor Ort gestorben. Die Staatsanwaltschaft ging am Morgen davon aus, dass der 31-Jährige infolge der Detonation starb.

Im Zugverkehr zwischen Dortmund und Hamm kam es durch den Polizeieinsatz zu Behinderungen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin sagte. Züge wurden umgeleitet und ein Busnotverkehr eingesetzt. Am Morgen wurden die Gleise wieder freigegeben. Im Laufe des Vormittags sollte sich der Betrieb wieder normalisieren. 


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