23.11.2016, 12:02 Uhr

18-Jähriger im Münsterland gequält Übte Trio nach angeblicher Vergewaltigung Selbstjustiz?

Der lebensgefährlich verletzte 18-Jährige tritt als Nebenkläger im Prozess in Münster auf. Foto: dpaDer lebensgefährlich verletzte 18-Jährige tritt als Nebenkläger im Prozess in Münster auf. Foto: dpa

Münster. War es Selbstjustiz? Über Stunden sollen drei junge Leute einen 18-jährigen gequält und dabei lebensgefährlich verletzt haben. Sie wollten eine angebliche Vergewaltigung rächen, heißt es in der Anklage.

Um eine angebliche Vergewaltigung zu rächen, sollen zwei junge Männer und eine 17-Jährige aus dem Münsterland grausam Selbstjustiz geübt haben. Seit Mittwoch beschäftigt der Fall das Landgericht Münster.

Über Stunden gequält

Laut Anklage lockte die Jugendliche ihren angeblichen Peiniger im Mai dieses Jahres unter einem Vorwand an den Dortmund-Ems-Kanal bei Lüdinghausen. Dort soll der 18-Jährige aus Münster dann von den mitangeklagten Freunden der 17-Jährigen überfallen und über Stunden misshandelt und gequält worden sein.

Mordanklage

Mit lebensgefährlichen Schnittverletzungen wurde das Opfer später in eine Klinik gebracht. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Mord.


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