22.11.2016, 18:17 Uhr

Großkontrolle bei Münster Fernbusse auf A1 auf Drogen- und Diebesgut kontrolliert

Polizei und Zoll haben am Dienstag auf dem Rastplatz „Plugger Heide“ bei Münster an der A1 eine Großkontrolle durchgeführt. Symbolfoto: ColourboxPolizei und Zoll haben am Dienstag auf dem Rastplatz „Plugger Heide“ bei Münster an der A1 eine Großkontrolle durchgeführt. Symbolfoto: Colourbox

Münster. Polizei und Zoll haben am Dienstag auf dem Rastplatz „Plugger Heide“ bei Münster an der A1 eine Großkontrolle durchgeführt. Sie stoppten Fernreisebusse und Lkw, weil diese zunehmend für den Drogen- und Diebesguttransport genutzt werden.

Die Beamten führten die Kontrollen zwischen 9 und 17 Uhr durch. Neben den Kontrollen der Fernbuslinien wurde auch die Einhaltung der Geschwindigkeit in der Stadt kontrolliert und versucht, Fahrraddiebstähle aufzudecken.

Die Polizisten hielten 179 Autos, Lkw und Fernbusse an und fertigten 19 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Sie erhoben 97 Verwarngelder gegen Verkehrssünder.

Bei den Kontrollen der Fernbusse ertappten die Polizisten zwei Personen, die mit Haftbefehl gesucht wurden und nahmen sie fest. Gegen zwei Frauen bestand zusätzlich der Verdacht der illegalen Einreise nach Deutschland.

Ukrainer mit professioneller Destillerie

Drei Ukrainer fielen auf, weil sie ihren Kleintransporter mit Ladefläche selbst zu einem Personentransporter umgebaut hatten. Der illegale Eigenbau wurde von den Verkehrsspezialisten vor Ort stillgelegt. Bei einem der Insassen fanden die Zollbeamten 23.000 Euro Bargeld. Dieses hatte er auf Nachfrage der Ordnungshüter nicht angemeldet. Im Fahrzeug versteckten die Ukrainer weiterhin einen Kanister mit 25 Litern selbstgebranntem Alkohol. Weil der Hersteller des Gebräus auch noch angab, den Alkohol zu Hause in Recklinghausen selbst hergestellt zu haben, durchsuchte der Zoll im Anschluss die Wohnung des Ukrainers. Die Beamten staunten nicht schlecht als sie hier eine professionelle Destillerie auffanden. Diese und den Kanister beschlagnahmten die Zöllner. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren.


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