08.11.2016, 07:01 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Land- und Amtsgericht geräumt Gerichte in Münster nach Bombendrohung wieder an der Arbeit

Wegen einer anonymen Bombendrohung mussten am Montagnachmittag die Staatsanwaltschaft, das Landgericht sowie das Amtsgericht Münster geräumt werden. Symbolfoto: dpaWegen einer anonymen Bombendrohung mussten am Montagnachmittag die Staatsanwaltschaft, das Landgericht sowie das Amtsgericht Münster geräumt werden. Symbolfoto: dpa

coa/ngr Osnabrück. Nachdem die Staatsanwaltschaft, das Landgericht sowie das Amtsgericht Münster wegen einer anonymen Bombendrohung am Montagnachmittag geräumt werden mussten, geht dort am Dienstag alles wieder seinen normalen Gang.

„Bei den Sicherungsmaßnahmen ist nichts gefunden worden. Die Ermittlungen zu der Frage, wer dahinter steckt, laufen“, sagt Münsters Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Nähere Details zur Bombendrohung verrät er nicht. Bekannt ist bislang nur, dass bereits am Sonntag, 6. November, ein anonymes Schreiben bei der Staatsanwaltschaft Münster eingegangen ist. Da die Drohung sehr konkret gewesen sei, seien die Behörde sowie die angrenzenden Gerichte geräumt worden. Auch Schüler einer benachbarten Schule durften früher nach Hause gehen. Hinweise auf mögliche Motive des Absenders gibt es noch nicht.

Polizei sucht Absender

Ebenfalls am Montag wurde in der Handwerkskammer in Münster ein verdächtiges Paket gefunden, woraufhin auch dieses Gebäude geräumt wurde. Ein Zusammenhang soll allerdings nicht bestehen. Wie sich herausstellte, befanden sich in dem Paket Schlittschuhe. Die Polizei ermittelt. Fraglich ist jedoch, ob es sich bei dieser Aktion überhaupt um einen Straftatbestand handelt. Schließlich könne diese auch ein böser Scherz gewesen sein – und das sei nicht strafbar.

Sollte man herausfinden können, wer der Absender des Paketes ist, werde man mit diesem ein Gespräch führen, sagt eine Sprecherin der Polizei.


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