24.02.2016, 17:07 Uhr

Vorfall in Bad Oeynhausen Klinik prüft rechtliche Schritte gegen vermeintlichen Flüchtling

Dib Akil macht dem Krankenhaus in Bad Oeynhausen schwere Vorwürfe. Das Foto stammt nicht von dort – hierbei handelt es sich Akil zufolge um eine ältere Aufnahme. Screenshot: Facebook/NOZDib Akil macht dem Krankenhaus in Bad Oeynhausen schwere Vorwürfe. Das Foto stammt nicht von dort – hierbei handelt es sich Akil zufolge um eine ältere Aufnahme. Screenshot: Facebook/NOZ

Bad Oeynhausen. Die Mühlenkreiskliniken in Bad Oeynhausen prüfen rechtliche Schritte gegen den Patienten Dib Akil. Der 27-Jährige hatte der Klinik Ausländerfeindlichkeit vorgeworfen.

Der Mixed-Martial-Arts-Kämpfer und ehemalige Präsident der rockerähnlichen Gruppierung United Tribuns Ostwestfalen war am Sonntagabend mit starken Schmerzen in das Krankenhaus eingeliefert worden. Sowohl die Sanitäter wie auch einige Mitarbeitern im Krankenhaus hatte der 27-Jährige beschuldigt, ihn mit ausländerfeindlichen Äußerungen beleidigt zu haben. Unter anderem habe Akil am Sonntag von einem Sanitäter „Armes Deutschland“ zu hören bekommen. Erst als das Personal gemerkt habe, dass Akil es verstehe, habe es sich entschuldigt. Angeblich soll das Personal Akil für einen Flüchtling gehalten haben.

Am Mittwochnachmittag meldete sich nun erneut das Krankenhaus zu Wort. Es widerspricht der Darstellung Akils und prüfe rechtliche Schritte. „Der Patient war in Begleitung von zwei Personen. Auf Nachfragen der Krankenhausmitarbeiter reagierte der Patient sehr ungehalten“, sagt Kliniksprecher Steffen Ellerhoff. Weil es im Behandlungsraum eng gewesen sei, habe das Personal einem Familienmitglied Akils den Zutritt verweigert.

Daraufhin habe Akil das Personal beleidigt. „Von Seiten der Krankenhausmitarbeiter fielen keinerlei Äußerungen, die geeignet wären, den Patienten oder seine Begleiter in irgendeiner Art und Weise aufgrund ihrer Herkunft oder Abstammung herabzuwürdigen“, sagt der Sprecher. Schließlich habe Akil das Krankenhaus auf eigenen Wunsch verlassen. „Des Weiteren prüfen die Mühlenkreiskliniken rechtliche Schritte wegen der Verbreitung von Falschaussagen“, sagt Ellerhoff.


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