17.04.2017, 12:18 Uhr

Nach Randale in Bordell 35-jähriger Freier stirbt im Polizeigewahrsam

Ein 35-Jähriger ist im Polizeigewahrsam in Braunschweig gestorben. Symbolfoto: David EbenerEin 35-Jähriger ist im Polizeigewahrsam in Braunschweig gestorben. Symbolfoto: David Ebener

Braunschweig. Ein 35-Jähriger ist im Polizeigewahrsam in Braunschweig gestorben. Die Todesursache ist nach Polizeiangaben vom Montag noch unklar.

Ob der Mann Medikamente oder Drogen genommen oder Alkohol getrunken hatte, war zunächst unklar. Für Dienstag ist eine Obduktion des 35-Jährigen geplant.

Der Mann war nach Angaben der Ermittler am Sonntag als Freier in einem Bordell. Von dort gab es einen Notruf wegen des renitenten Verhaltens des Freiers. Der 35-Jährige wollte den Angaben zufolge das Etablissement nicht verlassen und randalierte. Auch die zur Hilfe geeilten Beamten wurden von dem Mann tätlich angegriffen, so dass Pfefferspray eingesetzt werden musste.

Auch auf der Wache wollte sich der 35-Jährige nach Angaben der Polizei nicht beruhigen. Die Besatzung eines Rettungswagens habe vergeblich versucht, ihn zu untersuchen. Wegen seines aggressiven Verhaltens sei dies jedoch nicht möglich gewesen. Plötzlich habe er kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Rettungssanitäter und ein Notarzt versuchten vergeblich, ihn zu reanimieren.

Die Ermittlungen hat neben der Staatsanwaltschaft Braunschweig die Polizei in Wolfsburg übernommen. „Das ist üblich, um von vorneherein Interessenskonflikte auszuschließen“, sagte der Sprecher der Wolfsburger Polizei, Sven-Marco Claus, am Montag über die Gründe, warum nicht die Braunschweiger Kollegen den Fall untersuchen.


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