01.12.2016, 14:57 Uhr

Kein Fahrkartenverkauf im Zug Alkohol trinken in der Nordwestbahn kostet bald 40 Euro

Auf Kunden der Nordwestbahn kommen ab 11. Dezember einige Änderungen zu. Symbolfoto: Jörn MartensAuf Kunden der Nordwestbahn kommen ab 11. Dezember einige Änderungen zu. Symbolfoto: Jörn Martens

Ganderkesee. Für Kunden der Nordwestbahn wird sich ab dem 11. Dezember 2016 einiges ändern. Der Fahrkartenverkauf wird nicht mehr im Zug erfolgen und das Trinken von Alkohol untersagt.

Wer von Ganderkesee mit der Nordwestbahn (NWB) in Richtung Osnabrück oder Bremen fahren möchte, muss sich ab dem 11. Dezember an einige Neuerungen gewöhnen. „Am Fahrplan wird sich auf der Strecke aber nichts ändern“, beruhigt Ingo Pfundstein, Leiter der Region Weser-Ems der NWB. Da die Strecke eingleisig sei, käme eine höhere Taktung der Züge auch nicht in Frage, auch wenn die Strecke unter anderem bei Fußballfans sehr beliebt sei.

Tickets nur noch am Automaten und bei Inkoop

Ändern wird sich allerdings der Fahrkartenverkauf. In den Zügen wird es dann nicht mehr die Möglichkeit geben, Tickets zu kaufen. Fahrkarten gibt es dann nur noch am Automaten sowie ab dem 12. Dezember bei Inkoop . „Das war keine Entscheidung der Nordwestbahn, sondern eine Vorgabe der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG)“, informiert Pfundstein.

Sollte ein Automat defekt sein, wird das Servicepersonal über eine App automatisch darüber informiert. Wer vor diesem Problem steht, kann in den Zug steigen und dort ein Ticket erwerben. „Dann sollten sich die Fahrgäste aber direkt an das Servicepersonal wenden, damit gar nicht erst der Verdacht des Schwarzfahrens aufkommt“, sagt Stephanie Nölke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der NWB.

Mitnehmen ja, trinken nein

Die größte Änderung dürfte das Alkoholkonsumverbot sein, das in der Region Weser-Ems umgesetzt wird. Das Mitführen von alkoholischen Getränken wird weiterhin gestattet sein, auch Personen, die alkoholisiert sind, dürfen einsteigen. „Lediglich im Zug getrunken werden darf nicht mehr“, sagt Ingo Pfundstein. Die Entscheidung sei gefallen, weil sich viele Fahrgäste davon gestört fühlten. „Wir haben eine Fahrgastbefragung durchgeführt, bei der 75 Prozent für ein Alkoholkonsumverbot gestimmt haben“, bekräftigt Pfundstein.

Die Kontrollen dazu beginnen am 11. Dezember. „Dann werden die Servicekräfte den Dialog suchen, wir setzen da vor allem auf Verständnis und Akzeptanz“, sagt Ingo Pfundstein. Gerade auf der Strecke zwischen Osnabrück und Bremen seien 80 Prozent der Fahrgäste regelmäßige Kunden, die so schnell an das Verbot gewöhnt werden sollen. Ab Februar soll strikter durchgegriffen werden. Wer beim Alkoholkonsum im Zug erwischt wird, muss ein Bußgeld von 40 Euro zahlen oder wird an der nächsten Haltestelle des Zuges verwiesen.

Servicequote soll erhöht werden

Gleichzeitig möchte die NWB die Servicequote erhöhen. Bisher sei in 40 Prozent der Züge Personal, diese Quote soll auf 70 Prozent erhöht werden. „Den Servicekräften stellen wir für die Kontrollen Sicherheitspersonal zur Seite, falls das Ganze doch mal eskalieren sollte“, sagt Nölke.


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