30.11.2016, 22:55 Uhr zuletzt aktualisiert vor

150 Bewohner betroffen Blindgänger in der Nacht in Hannover entschärft

Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger sollte noch in der Nacht entschärft werden, wie die Feuerwehr Hannover am Mittwoch mitteilte. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpaDer 250 Kilogramm schwere Blindgänger sollte noch in der Nacht entschärft werden, wie die Feuerwehr Hannover am Mittwoch mitteilte. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

Hannover. Wegen einer scharfen amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten in Hannover rund 150 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die Sprengmeister waren bis tief in die Nacht im Einsatz.

Eine bei Bauarbeiten in Hannover-Marienwerder gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft worden. Um 1.08 Uhr hatte die Feuerwehr den Zünder des 250 Kilogramm schweren Blindgängers herausgedreht. Die 150 Bewohner aus dem Gebiet rund um den Fundort konnten in ihre Häuser zurückkehren. Die Bombe war beschädigt und gefüllt mit Sprengstoff. Auch der funktionsfähige Zünder machte eine sofortige Entschärfung notwendig, wie ein Feuerwehr-Sprecher am Donnerstagmorgen erklärte.

Sicherheitsbereich für mögliche Sprengung

Für die Entschärfung wurde eine Sicherheitszone eingerichtet, die evakuiert werden musste. Davon betroffen waren mehrere Betriebe, aber auch Wohnungen. Nach ersten Schätzungen der Feuerwehr sollten zunächst etwa 300 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die Zahl wurde im Laufe der Evakuierungsplanungen auf 150 Menschen nach unten korrigiert. Der Sicherheitsbereich sei so bemessen worden, dass - falls erforderlich - auch eine Sprengung der Bombe möglich gewesen wäre, sagte ein Feuerwehrsprecher.

„Evakuierung und Entschärfung liefen insgesamt reibungslos und unkompliziert“, beschrieb der Feuerwehrsprecher die Lage im Rückblick.


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