30.11.2016, 22:01 Uhr

Bericht der „Welt“ Neue Ermittlungen gegen verurteilten Islamisten

Wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen hat die Bundesanwaltschaft nach einem Bericht der „Welt“ am Mittwoch erneut ein Ermittlungsverfahren gegen einen bereits verurteilten Islamisten eingeleitet. Foto: Uli Deck/dpaWegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen hat die Bundesanwaltschaft nach einem Bericht der „Welt“ am Mittwoch erneut ein Ermittlungsverfahren gegen einen bereits verurteilten Islamisten eingeleitet. Foto: Uli Deck/dpa

Karlsruhe/Hannover. Wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen hat die Bundesanwaltschaft nach einem Bericht der „Welt“ am Mittwoch erneut ein Ermittlungsverfahren gegen einen bereits verurteilten Islamisten eingeleitet.

„Wir ermitteln seit heute“, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Abend. Es besteht der Verdacht auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, auf Mord und Begehung von Kriegsverbrechen. Der Mann aus Bremen war im Juli vom Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Videoaufnahme aus Syrien

Hintergrund für die neuen Ermittlungen ist der „Welt“ zufolge eine Videoaufnahme aus Syrien, in der der Verurteilte mit anderen Dschihadisten offenbar an der Erschießung von Geiseln beteiligt ist. Über die Aufnahme hätten ZDF und „Washington Post“ im Oktober berichtet. Es handele sich augenscheinlich um Rohmaterial, das IS-Terroristen gefilmt hatten.

Bremer distanzierte sich von IS

In dem Prozess gegen ihn und auch in Interviews hatte sich der Bremer mehrfach von der Terrormiliz IS und deren Gräueltaten distanziert. Er bestritt, an Morden oder Folter beteiligt gewesen zu sein - oder für den IS gekämpft zu haben.


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