26.11.2016, 11:37 Uhr

Anfrage der Landes-FDP Kommt nach dem Wolf der Bär zurück in die Region?

Derzeit noch ein unbekanntes Bild in Niedersachsen, und dem Umweltministerium zufolge wird es auch unbekannt bleiben. Foto: dpaDerzeit noch ein unbekanntes Bild in Niedersachsen, und dem Umweltministerium zufolge wird es auch unbekannt bleiben. Foto: dpa

Osnabrück/Hannover. Der Wolf ist längst wieder heimisch in Niedersachsen. Folgt nun der Bär? Das wollte die Landes-FDP von der Landesregierung wissen.

Die FDP-Abgeordneten Gero Hocker, Horst Kortlang und Jörg Bode fragten das Umweltministerium, ob der Bär zurück nach Niedersachsen kehrt. Hintergrund seien Berichte, wonach der Braunbär bald von Polen und Slowenien nach Sachsen kommen könnte.

Das Ministerium von Stefan Wenzel geht in seiner Antwort nicht von einer Ansiedlung aus. „Eine Ansiedlung von Bären in absehbarer Zeit in Niedersachsen wird als sehr unwahrscheinlich erachtet. Es ist zweifelhaft, ob Niedersachsen geeignete Lebensräume für den Bären bietet“, heißt es in der Antwort. Daher plane das Ministerium keine Schutzmaßnahmen – auch das wollte die FDP wissen.

Neuntes Rudel in Niedersachsen

In Niedersachsen sind derweil acht Wolfsrudel nachgewiesen, ein neuntes im Raum Visselhövede gilt als wahrscheinlich.

  • Truppenübungsplatz Munster, seit 2012
  • Truppenübungsplatz Bergen, seit 2013
  • Raum Gartow, seit 2013
  • Raum Eschede, seit 2014
  • Landkreis Cuxhaven, seit 2015
  • Raum Wietzendorf, seit 2015
  • Raum Schneverdingen, seit 2016
  • Raum Göhrde, seit 2016
  • Raum Visselhövede, seit 2016
  • Darüber hinaus zählt das Land drei Einzelwölfe in den Räumen Goldenstedt/Barnstord, Eschede-Ost sowie Riepholm.

„Problembär“ Bruno

Der Bär ist in Deutschland längst ausgestorben. Erinnert sei jedoch an Bruno den „Problembären“, der 2006 nach rund 170 bärenfreien Jahren in Bayern und Österreich umherzog und letztlich abgeschossen wurde.

Bayerns damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber titulierte Bruno als „Problembären“:


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