30.11.2016, 06:30 Uhr

Arte: Heute, 20.15 Uhr Psycho-Krimi aus den Schweizer Alpen

Marcs Schwester Marianne (Karin Viard, re.) hat ein Verhältnis mit dessen Vorgesetztem Richard (Denis Podalydès, li.) in  „Liebe ist das perfekte Verbrechen“. Foto: © Arte France/Jérôme PréboisMarcs Schwester Marianne (Karin Viard, re.) hat ein Verhältnis mit dessen Vorgesetztem Richard (Denis Podalydès, li.) in „Liebe ist das perfekte Verbrechen“. Foto: © Arte France/Jérôme Prébois

Osnabrück. Arte präsentiert heute (20.15 Uhr) mit der Philippe-Djian-Verfilmung „Liebe ist das perfekte Verbrechen“ das Porträt eines von Mathieu Amalric gespielten Mordverdächtigen.

Eine junge Studentin verschwindet spurlos. Ist sie tot? Opfer eines Verbrechens geworden? Vielleicht durch ihrem Uni-Professor Marc? Denn der hatte kurz zuvor noch eine Affäre mit der jungen Frau. Wie so oft mit seinen Seminarteilnehmerinnen. Als dann eines Tages die attraktive Stiefmutter der Vermissten auftaucht, gerät jedoch Marcs Leben und bürgerliche Existenz aus den Fugen.

Ein sich langsam entwickelnder Plot, makabrer Humor und eine auf das explosive Ende zuarbeitende Dramaturgie: Der Thriller des Brüderpaares Jean-Marie und Arnaud Larrieu folgt den Tugenden des französischen Krimis der 70er, erinnert aber auch an Autoren wie Philip Roth und Patricia Highsmith, sowie an Claude Chabrol . Nicht die schlechtesten Referenzen also. Dazu perfekt mit Stars wie Mathieu Amalric, Karin Viard und Maïwenn besetzt, kann die Verfilmung eines Philippe-Djian-Romans auch auf anderer Ebene überzeugen. Indem er eine verschneite Winterlandschaft und die unterkühlte Beton- und Glas-Architektur der Universität von Lausanne in die Handlung einbringt, lässt einen der Film auch visuell angenehm frösteln. Selbst wenn ein wichtiges Detail der Auflösung leider doch ein wenig unwahrscheinlich klingt.

Wertung: 5 von 6 Sternen


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