22.11.2016, 07:30 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Kritik von „Draufgänger“ The Walking Dead Staffel 7: Was passiert in Folge 5?


Osnabrück. Es geht langsam auf die Halbzeit zu: In Folge 5 der siebten Staffel von „The Walking Dead“ werden weitere Figuren in Stellung gebracht und fragwürdige Entscheidungen getroffen. Mehr dazu in unserer Kritik von „Draufgänger“.

Achtung, im Text folgen Spoiler!

Das Wichtigste in Kürze

  • Maggie und Sasha leben
  • Maggies Baby auch
  • Carl und Enid verlassen Alexandria
  • Carl will Negan töten, Jesus die Saviors ausspionieren
  • Und der Anführer der Hilltop-Kolonie ist ein Weichei

Rückblick: Was passiert in Folge 4 „Fron“?

Gregory knickt vor den Saviors ein

Es überrascht nicht: Gregory, der Anführer in Hilltop, ist kein Mann der Tat und schon gar kein guter Anführer. Den Saviors, die die Gemeinschaft besuchen, hat er nichts entgegenzusetzen, er lässt sich von ihnen erniedrigen und macht sich auch keine Freunde, als er Sasha (Sonequa Martin-Green) und Maggie (Lauren Cohan) wieder rauswerfen will.

Am bittersten ist aber nicht, dass die Saviors Hilltop plündern, sondern dass Gregory einer angeschlagenen Schwangeren im Kampf gegen Zombies nicht zu Hilfe eilt. Denn in der Nacht bevor die Saviors Hilltop einen Besuch abstatten, wird die Gemeinschaft überfallen: Die Tore sind weit geöffnet, ein paar Feuer wurden entzündet und ein Auto mit lauter Musik in die Kolonie gefahren, um Zombies anzulocken. Von den Bewohnern, außer von Gregory hinter einem Fenster, ist keine Spur zu sehen, deshalb kommen Maggie und Sasha Jesus zu Hilfe, um die Zombies zu töten und die Tore wieder zu schließen. (Lesen Sie dazu auch unsere Kritik zu Folge 3 „Die Zelle“)

Maggies großer Moment

Der Überfall ist etwas merkwürdig: Warum greifen die anderen Bewohner nicht ein? Die Musik dürfte alle aufgeweckt haben. Und Sasha hätte sich erst darum kümmern müssen, dass die Tore geschlossen werden, anstatt hilflos vor dem abgeschlossenen Auto zu stehen. Zum Glück ist ein großer Trecker in der Nähe, mit dessen Hilfe Maggie alles platt macht.

Abgesehen von diesem eher überflüssigen Zombiegemetzel steht die Entwicklung von Maggie im Mittelpunkt, die in Staffel 6 bereits ihren Anfang nahm: Sie entwickelt sich mehr und mehr zur Anführerin und könnte Gregory ablösen. Sie bietet ihm die Stirn, als sie ihn anschreit: „Nenn mich nicht Mascha, nicht Schätzchen, ich heiße Maggie. Maggie Rhee.“ Eine rührende Hommage an ihren toten Ehemann Glenn Rhee, der zusammen mit Abraham in Hilltop begraben wurde. (Weiterlesen: Carol und Morgan lernen König Ezekiel in Folge 2 kennen)

War noch was?

Ja, endlich liegt mal wieder ein bisschen Liebe in der Luft: Rick (Andrew Lincoln) und Michonne (Danai Gurira) küssen sich leidenschaftlich, als Rick mit Aaron Alexandria auf der Suche nach Lebensmitteln verlässt. Und Enid und Carl verbringen ein paar unbeschwerte Teenie-Stunden im Wald. (Rückblick: Wen bringt Negan in Folge 1 von Staffel 7 von „The Walking Dead“ um?)

Ein Lichtblick: Jesus

Die Ereignisse in Hilltop sind unspektakulär und es fühlt sich an, als hätten wir das alles bereits mehrfach gesehen. Eine Gemeinschaft mit einem schwachen Anführer, der ersetzt werden muss, damit der Krieg gegen einen anderen Despoten beginnen kann. Immerhin kommt hier Maggie als Chefin ins Spiel, nicht wie sonst der gute alte Rick. Und es gibt einen guten Mann in Hilltop: Paul „Jesus“ Rovia. (Vom Gynäkologen, der Maggie und ihr Baby gerettet hat, mal abgesehen.)

Jesus ist wie einst Glenn (Steven Yeun), er will vermitteln und vernünftige Wege finden, um das Überleben seiner Gemeinschaft zu sichern. Er setzt sich bei Gregory dafür ein, dass Sasha und Maggie in Hilltop bleiben sollen, ist aber nicht erfolgreich. Erst Maggies Ausbruch sichert ihr erst einmal eine Unterkunft in Hilltop zu.

Am Ende stellt sich aber die Frage: Ist Jesus tatsächlich so clever? Er springt heimlich in einen der Trucks der Saviors, um in das Lager von Negan einzudringen. Dort wartet auch Carl auf seine Chance, sich an Negan zu rächen. Wie der einäugige Teenie, der nicht mal eine Dartscheibe mit Pfeilen treffen kann, das schaffen will, bleibt allerdings ein Rätsel.

Fazit von Folge 5 „Draufgänger“

So richtig draufgängerisch geht es in der fünften Episode von Staffel 7 von „The Walking Dead“ nicht zu, die Serie ist momentan in Schema F gefangen. In jeder Folge kommt ein Zombieangriff vor, eher wenig gefährlich für die Protagonisten, fragwürdige Entscheidungen werden gefällt und Schachfiguren in Position gebracht. Wirklich neu und überraschend ist auch in Folge 5 nichts, einzig Maggies und Jesus Auftritte sind interessant.

Die Handlung schleppt sich dahin, dass die Saviors skrupellose und despotische Plünderer sind, dürften nun auch die letzten Zuschauer begriffen haben. Doch es gibt Hoffnung für Staffel 7: In Folge 6 werden die Saviors etwas näher beleuchtet und das Königreich spielt wieder eine Rolle. Vielleicht gibt es dann mal was Neues zu sehen. (Vorschau: Was zeigt der Trailer zu Folge 6?)

Folge 6, „Der Schwur“, läuft am Montag, 28. November 2016, ab 21 Uhr auf dem Pay-TV-Sender Fox. Weitere Informationen zur Ausstrahlung von „The Walking Dead“ gibt es in unserer Zusammenfassung.


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