25.10.2016, 08:49 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Ausstrahlung ab 21 Uhr auf Fox The Walking Dead Staffel 7: Wer stirbt in Folge 1?

Bösewicht Negan (Jeffrey Dean Morgan) hat es auf Rick Grimes Gruppe in „The Walking Dead“ abgesehen. Foto: Gene Page/AMCBösewicht Negan (Jeffrey Dean Morgan) hat es auf Rick Grimes Gruppe in „The Walking Dead“ abgesehen. Foto: Gene Page/AMC

Osnabrück. Staffel 7 von „The Walking Dead“ ist in den USA und Deutschland gestartet und der Auftakt war so brutal wie nie zuvor. In unserer Kritik erfahren Sie, was in Folge 1 „Der Tag wird kommen“ passiert ist.

Achtung, im Text folgen Spoiler!

Auch die deutschen Fans konnten in der Nacht von Sonntag auf den heutigen Montag bereits in den Genuss der ersten Folge von Staffel 7 von „The Walking Dead“ kommen: Der Pay-TV-Sender Fox zeigte Episode 1, „Der Tag wird kommen“, bereits in englischer Sprache um 4 Uhr. Wie gewohnt, zeigt Fox am heutigen Montagabend, 21 Uhr, den Auftakt wahlweise in deutscher oder englischer Sprache. (Weiterlesen: Sky-Störung bei „The Walking Dead“ – „Leider verzögert“)

Weitere Informationen zur Ausstrahlung der Staffeln von „The Walking Dead“ haben wir in einem Artikel zusammengefasst.

„The Walking Dead“ Staffel 6: Rückblick

Erinnern wir uns an das Finale von Staffel 6: In der Folge „Der letzte Tag auf Erden“ wurde der Großteil der Gruppe um Rick Grimes (Andrew Lincoln) von Negan (Jeffrey Dean Morgan) und seinen Leuten, den Saviors, gefangen genommen. Da Rick für den Tod mehrerer Mitglieder aus Negans Gruppe verantwortlich ist, will der Bösewicht Ricks Truppe bestrafen. Und zwar, indem er ein Mitglied mit seinem Baseballschläger namens Lucille zu Tode prügelt. (Weiterlesen: Gute Quoten für Staffelauftakt von The Walking Dead)

Er beginnt einen Abzählreim, deutet dabei auf Ricks Leute und schlägt schließlich zu. Wen es trifft, sieht der Zuschauer am Ende von Staffel 6 noch nicht. Über ein halbes Jahr müssen die Fans auf die Auflösung warten, doch auch in Folge 1 von Staffel 7 dauert es eine Weile, bis der schlimmste Cliffhanger von „The Walking Dead“ aufgelöst wird. (Lesen Sie dazu auch unsere Zusammenfassung von Staffel 6: Was war gut, was war schlecht?)

Wen tötet Negan in Staffel 7?

Zuerst wird gezeigt, wie Rick zitternd und blutverschmiert von Negan in den Wohnwagen gezerrt und vom Schauplatz der Morde weggebracht wird. Negan will ihm klarmachen, was ihn zu erwarten hat, wenn er nicht den Befehlen des Bösewichts folgt, und beginnt ein neues Psycho-Spielchen mit ihm.

Währenddessen erinnert Rick sich an die Todesszenen: Negans Wahl fällt – nach einer zu langen Szene mit dem Abzählreim – auf Abraham (Michael Cudlitz). Nach dem ersten Schlag rappelt der rothaarige Ex-Soldat sich noch einmal auf und stößt einen Fluch Richtung Negan aus, ihn hat der bevorstehende Tod innerlich nicht zerstört. Negan lacht sadistisch und prügelt weiter auf Abraham ein.

Besonders Rosita, Sasha und Eugene weinen bitterlich um ihren Freund, das will Negan weiter ausreizen und zwingt Rosita, auf den blutverschmierten Baseballschläger zu schauen. Plötzlich geht Daryl (Norman Reedus) dazwischen und schlägt den Bösewicht. Doch diese Aktion verurteilt nicht ihn zum Tod, sondern Glenn (Steven Yeun), auf den Negan abrupt einschlägt.

Brutale Darstellung von Glenns Tod

War Abrahams Tod schon nichts für schwache Nerven, dreht sich einem bei Glenns Todesszene so richtig der Magen um. Getreu der Comicvorlage von Autor Robert Kirkman hält die Kamera voll drauf, wenn der Baseballschläger Glenn trifft.

„The Walking Dead“ hat damit einen neuen Höhepunkt der Gewalt erreicht: War schon das Töten der Kannibalen durch Ricks Gruppe in Staffel 5 kaum mitanzusehen, dreht sich die Gewaltspirale nun noch weiter und über das Erträgliche weit hinaus. Da gerät das durchaus ebenfalls blutige und brutale Abschlachten von Zombies durch Rick – während Negans Machtspiel – in dieser Episode komplett in den Hintergrund.

Kein subtiler Grusel mehr vor den wandelnden Untoten, „The Walking Dead“ holt mit Staffel 7 die sadistische Gewaltorgie aus den Comics auf den Bildschirm. Mensch gegen Mensch, Auge um Auge, Gewalt wird mit noch mehr Gewalt beantwortet. Hatte Staffel 6 noch zu viele Elemente einer Seifenoper, schlägt Staffel 7 zumindest zu Beginn einen Weg ein, dem man nicht mehr leicht folgen kann. Muss Negans Brutalität so graphisch dargestellt werden? (Weiterlesen: Warum Folge 10 von Staffel 6 ein Desaster ist)

Verliert Carl Grimes einen Arm?

Danach geraten die restlichen Ereignisse in den Hintergrund: Um Rick zu brechen, hilft Negan ihm im Kampf gegen die Zombies beim Wohnwagen und nimmt ihn wieder zur Gruppe mit zurück. Dort muss der Ex-Polizist sich entscheiden: Entweder hackt er seinem Sohn Carl (Chandler Riggs) einen Arm ab oder alle anderen müssen sterben. Rick zwingt sich zum Wohle der anderen, Carls Hand abzuschlagen, doch Negan hält ihn auf. Er wollte Rick und den anderen bloß beweisen, dass er nun Macht über sie hat.

Zum Schluss noch die Drohung: Sollte Rick Negan in einer Woche nicht das liefern, was er will, oder sich gegen ihn auflehnen, wird er Rick zwingen, Negans Geisel Daryl „in Stücke zu schneiden“.

Kein Happy End in Alexandria

Nachdem Negan und seine Saviors weggefahren sind, trägt Ricks Gruppe die Leichen zu ihren Wagen, um sie nach Alexandria zu bringen. Am Ende phantasiert Rick, wie alle, auch Glenn und Abraham, in Alexandria friedlich beim Essen sitzen, sich unterhalten und lachen. Doch das wird nie passieren, so wie Negan Rick gesagt hat: „Du hast doch wohl nicht geglaubt, dass ihr alle zusammen alt werdet?“ Ricks Gruppe sieht sich erneut einer neuen Welt gegenüber, einem „ganz neuen Anfang“, und wird sich in den nächsten Episoden erst einmal sammeln müssen. (Weiterlesen: The Walking Dead wird verlängert: Staffel 8 ab 2017 auf Fox)

Fazit von Folge 1 der siebten Staffel von „The Walking Dead“

Wer sich mit „The Walking Dead“ in den vergangenen Monaten beschäftigt hat, dürfte über den Tod von Abraham und Glenn nicht überrascht sein. Alle möglichen Theorien wurden von Fans durchgesprochen, selbst die Möglichkeit, dass es nicht nur einen Charakter wie in den Comics trifft, sondern zwei.

Mit Glenn ist nun seit Langem mal wieder einer der Hauptdarsteller gestorben, eine wichtige Figur, die sich auch in Staffel 6 noch plausibel weiterentwickelt hat. Dennoch war diese Lösung nicht überraschend, die Darstellung zu gewalttätig, der Cliffhanger viel zu lange heraus gezögert.

Was fehlt: Der neue Bösewicht Negan hat bislang noch keinen Hintergrund, warum ist er so ein Sadist? Was sind seine Motive, was war er mal für ein Mensch? Blass bleibt die Figur, die Jeffrey Dean Morgan allerdings als Fiesling glaubhaft verkörpert.

Neben den beiden Todesszenen gibt es in Folge 1 von Staffel 7 daher nicht viel zu erzählen. Es wird geweint, getrauert und geschrien, dennoch bleibe ich als Zuschauer fast emotionslos. Weil es zu vorhersehbar ist, weil ich schon lange von Glenn Abschied genommen habe, weil mich die Brutalität abschreckt. Der Auftakt zu Staffel 7 von „The Walking Dead“ war brutal und grausam – aber mehr auch nicht. (Weiterlesen: So geht es in Folge 2 von Staffel 7 von „The Walking Dead“ weiter)


2 Kommentare