07.10.2016, 18:49 Uhr

Geständnis nach Sendung Aktenzeichen XY: Faustschläger stellt sich der Polizei

Half bei der Aufklärung: die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“. Foto: dpa/ZDFHalf bei der Aufklärung: die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“. Foto: dpa/ZDF

Osnabrück. Faustschlag mit Todesfolge: „Aktenzeichen XY...ungelöst“ hat bei der Aufklärung eines Falles aus Mannheim eine zentrale Rolle gespielt. Der mutmaßliche Täter meldete sich bei der Polizei. Von den tödlichen Folgen seines Schlags erfuhr er erst durch die Sendung.

Gedränge in einer Menschenmenge, ein Wortgefecht, ein Faustschlag, ein Mann geht zu Boden: So in etwa spielte sich die Tat am 2. Juni 2015 ab, die nun ein 27-jähriger Mann der Polizei in Mannheim gestanden hat. Den Fall hatte die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ am Mittwochabend aufgegriffen. Seit mehr als einem Jahr hatte die Polizei nach dem Täter gefahndet – bis dato ohne Erfolg. (Weiterlesen: Aktenzeichen XY: Mord an neunjähriger Daniela vor Aufklärung?)

Hirnblutung in Folge der Verletzung

Der Faustschlag hatte den 68-jährigen Peter S. zu Boden stürzen lassen. Dabei zog sich der Mannheimer eine schwere Kopfverletzung zu. Wochen später erlitt er in der Folge eine Hirnblutung und starb.

Nach Ausstrahlung von „Aktenzeichen XY...ungelöst“ meldeten sich zwei Zuschauerinnen, die unabhängig voneinander einen Verdächtigen in Tatortnähe beobachtet hatten. Am Donnerstagnachmittag stellte sich der Mann der Polizei. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge erlassen, teilten die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Polizeipräsidium Mannheim gemeinsam mit. In einer ersten Vernehmung habe der 27-Jährige Mannheimer die Tat weitgehend eingeräumt. (Weiterlesen: Aktenzeichen XY: Vermisste aus Drage im Ausland gesehen?)


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