07.10.2016, 20:03 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Adam sucht Eva 2016 Osnabrücker RTL-Adam: Hatten Sie Angst vor einer Erektion?


Berlin. Bei „Adam sucht Eva 2016“ steht Matthias aus Osnabrück nackt vor der Kamera. Hatte er Angst vor Spontan-Erektionen? Und warum sind alle Kandidaten intimrasiert? Unser Mann bei „Adam sucht Eva“ packt aus.

Der Osnabrücker Verkäufer Matthias flirtet in den letzten beiden Folgen von „Adam sucht Eva 2016“ mit der Profi-Surferin Janni Hönscheid – und bis jetzt hat er noch keine einzige Folge der Staffel gesehen. Wieso? (Die Episoden von „Adam sucht Eva“, in denen Matthias flirtet, zeigt RTL am Donnerstag um 22.15 Uhr und am Freitag um 22.45 Uhr.)

Matthias, da wir telefonieren: Haben Sie gerade etwas an?

Selbstverständlich, ich bin bei der Arbeit!

Sie sind ein junger, gesunder Mann, seit anderthalb Jahren Single und für „Adam sucht Eva“ mit lauter nackten Frauen auf eine Insel voller Kameras gezogen. Hatten Sie keine

Angst vor Spontan-Erektionen?

Überhaupt nicht. Wirklich. Ich gehe ja auch mal in die Sauna, und da stört mich die Nacktheit der anderen auch nicht. Es ist mir auch sonst nicht aufgefallen, dass bei „Adam sucht Eva“ Kandidaten mit einer Erektion rumgelaufen wären. Ich hatte auch wegen des Beobachtungsfaktors keine Sorgen. Wobei man die Kameras relativ schnell vergisst, wie auch die Nacktheit überhaupt. Nach ein, zwei Tagen habe ich meine Kleider nicht mehr vermisst. Man gewöhnt sich daran und begegnet sich ganz normal. (Die Quote von „Adam sucht Eva 2016“: Sind Kusmagk und Youssefian ihre Gage wert?)

Bewegt man sich vor der Kamera anders, weil man schön aussehen will?

Was das angeht, war alles sehr natürlich.

Erzählen Sie ein bisschen von sich. Was treiben Sie in Osnabrück, wenn Sie bekleidet sind?

Hauptsächlich arbeite ich hier im Outdoor-Laden; und ich bin auch in meiner Freizeit ein Outdoor-Mensch. Ich reise viel, gehe gern raus in die Natur und mache Wildniswanderungen. Ob das nun in Skandinavien ist oder in Schottland, am liebsten im Norden. So ein Equipment ist natürlich teuer, wenn man ein möglichst geringes Gewicht und ein gutes Packmaß haben möchte. Das hab ich mir während des Studiums über die Arbeit hier finanziert.

Was haben Sie studiert?

Zuerst Sozialwissenschaften und danach Cognitive Science, hier an der Uni Osnabrück.

Cognitive Science? Und Sie haben keine Angst, dass irgendwann ein puritanischer Personalchef aus dem Silicon Valley ihre Bilder aus „Adam sucht Eva“ googelt?

„Adam sucht Eva“ wird wohl wirklich auch in Australien, der Schweiz und was weiß ich wo ausgestrahlt. Aber ich denke nicht, dass ein Fernsehauftritt kurz nach dem Studium meiner wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit schaden könnte. (Adam sucht Eva 2016: Wieso verdient Peer so viel weniger als Leo? Weil er ein Mann ist?)

Man geht ja sowieso davon aus, dass IT-Profis ihre Arbeit im Schlafanzug auf Tischen voller leerer Cola-Flaschen erledigen. Vielleicht ist „Adam sucht Eva“ da sogar rollenkonform. Wie kamen Sie auf die Idee, sich zu bewerben?

Ich habe eine Annonce im Internet gesehen: Junger, aufgeschlossener Mann gesucht, für TV-Produktion, enthält Reise in die Südsee. Der Nachsatz war für mich die Catch-Phrase. Ich habe „Adam sucht Eva“ erstmal nicht gegoogelt und bin ganz vorbehaltlos zum Casting gefahren.

Mussten Sie da auch schon die Hosen runterlassen?

Ja, das hatten sie im Telefonat schon dazu gesagt. Sie wollten sicher sein, dass keine rassistischen Tattoos auf meinem Hintern sind. Ich musste auch dezent posieren und ein bisschen gehen. Es wirkte nicht wie eine Prüfungssituation. Ich war entspannt.

Die Wahrscheinlichkeit, sich in einer RTL-Show zu verlieben, ist nicht besonders groß. Sind Sie von einer so verzweifelten Einsamkeit oder gab es andere Gründe, sich zu bewerben?

Teils war es die Einsamkeit, teils die Aussicht, eine spannende Reise mitzumachen. Vor allem aber auch Lust auf eine Erfahrung, die man sonst nirgendwo macht: Komplett entblößt andere Menschen kennenzulernen. („Curvy Supermodel“ mit Glööckler und Mabuse: Ist das Kurven-Casting Heuchelei?)

Sie haben sich bei „Adam sucht Eva“ nicht nur 17 nackten Kandidaten bekannt gemacht, sondern auch drei Millionen bekleideten RTL-Zuschauern. Macht Ihnen das keine Angst?

Überhaupt nicht. Ich stehe so sehr hinter mir, dass auch ich negative Meinungen wegstecken kann. Mir ist bewusst, dass es eine Konzept-Show von RTL ist. Natürlich kommt das nicht überall gut an. Ich selbst kannte „Adam sucht Eva“ vorher nicht. Und habe das bis heute nie gesehen. Aber ich wollte mir gern mal die andere Seite angucken. Wie wird sowas produziert. Ist das wirklich alles nicht gescripted, so wie es im Vertrag stand?

Und?

Am Set war alles ganz natürlich. Wie es dann ausgestrahlt wird, weiß ich nicht. Der Schnitt kann ja noch einiges verändern.

Waren Sie während des ganzen Drehs am Set oder nur für Ihre eigenen Takes?

Ich war im Abschlusszeitraum des Drehs auf der Insel, etwa eine Woche; das war, glaube ich, das letzte Drittel der gesamten Dreharbeiten.

Und wie viel Geld verdient man in so einer Woche bei „Adam und Eva“?

Das darf ich nicht sagen.

Sie dürfen nicht? Ich dachte, Sie wollen nicht.

Ich darf nicht.

Die „Bild“ nennt für die nicht prominenten Kandidaten eine Gage von 2.500 Euro, etwa die Größenordnung eines Monatslohns. Wäre so ein Wert fair für die Arbeitszeit – und die Bereitschaft, sich nackt der Öffentlichkeit preiszugeben?

Wenn man bedenkt, dass es ja 24 Stunden Arbeit pro Tag waren – natürlich inklusive Schlafen –, weil rund um die Uhr gefilmt wird, dann finde ich, mir ist ein angemessener Betrag geboten worden. (Adam sucht Eva 2016: Wer ist Janni Hönscheid?)

Viele gehen ins Fernsehen, um später ihre Bekanntheit zu versilbern. Planen Sie weitere RTL-Formate?

Das ist bisher noch nicht angedacht. Ich kann auch gar nicht abschätzen, wie sich meine Popularität allein hier in der Stadt verändern wird. Die Arbeitskollegen fragen auch schon, ob ich jetzt Fans habe. Bisher noch nicht! Ich werde aber eher meine eigenen Pläne weiterverfolgen, statt mich in irgendeine Medienpopularität zu werfen.

Die Profi-Sportlerin Janni Hönscheid hat ihre Mitwirkung bei „Adam sucht Eva“ bitter bezahlt. Ihr Sponsor Chiemsee hat die Zusammenarbeitet gekündigt. Sie sind selbst in der Textilbranche. Was sagt denn Ihr Chef dazu, dass sie jetzt ein Reiseglück ohne Outdoor-Equipment promoten?

Die Kollegen im Laden kennen mich. Alle finden, so was Verrücktes passt zu mir. („Adam sucht Eva 2016“: Verpixelt RTL Ronald Schill?)

Haben Sie alle Kandidaten kennengelernt, auch alle Promis, oder nur die aus den letzten Episoden?

Nur die, die gleichzeitig auf der Insel waren. Der Produzent Warner Bros. hat großen Wert draufgelegt, dass man die anderen nicht sieht. Es war dann auch eine große Überraschung für mich zu sehen, wer noch so auf der Insel war.

Aber das es eine Promi-Staffel sein würde, wussten Sie?

Das wurde bei den Castings und der Vertragsunterzeichnung ansatzweise gesagt. Es hat mich nicht weiter interessiert, weil ich nicht mit großer A-Prominenz gerechnet hatte. Ich kannte die „Prominenten“ dann auch letztlich alle nicht. Als Promis habe ich also auch gar keinen wahrgenommen.

Die Promi-Kandidatin Ihrer „Adam sucht Eva“-Episode ist Janni Hönscheid. Hätten Sie jetzt, so beim Zuschauen, lieber andere Kandidaten getroffen?

Gar nicht. Das wurde von Redaktion und Regie festgelegt, und das ist okay. Ich fand es spannend, unter anderem den Herrn Schill kennengelernt zu haben. Peer Kusmagk war auch ein spanndender Charakter. Mitgucken tu ich es derzeit noch nicht.

Wie bitte? Warum nicht?

Mich interessiert das Format nicht so richtig.

Aber Sie machen doch mit.

Na klar, aber ich war ja bei der Produktion dabei und weiß, was wirklich passiert ist. Wie es dann zusammengeschnitten wird, ist ja noch mal was anderes. Von anderen Leuten habe ich gehört, dass das Niveau noch sehr tief hängt. Meine eigenen Folgen werde ich mir aber auf jeden Fall angucken. („Adam sucht Eva 2016“: Verpixelt RTL Ronald Schill?)

Gerade weil der Schnitt so zentral ist, müssen Sie doch wissen wollen, ob RTL seine Kandidaten vorführt oder freundlich behandelt.

Das kann ich natürlich erst bei meinen Episoden beurteilen.

Dann verrate ich Ihnen, was Sie bisher verpasst haben: die Liebesnot von Iwona zum Beispiel. Die hatte auf der „Insel der Liebe“ die Auswahl zwischen genau zwei Männern, von denen einer sie als asozial beschimpft hat. Das weckt Zweifel an der ehrlichen Absicht der RTL-Regie, echte Liebespaare zusammenzuführen. Hatten Sie mehr Glück?

Es waren schon attraktive Kandidatinnen mit mir auf der Insel. Und auch wenn man sich nackt begegnet, kann man sich nicht immer nur auf den ersten Eindruck verlassen. Das hat es für mich schon spannend gemacht; ich konnte keinen auf den ersten Blick ausschließen.

Aber es ist schon so: Wären Sie die Woche einfach im Outdoor-Laden geblieben, hätten Sie deutlich mehr attraktive Frauen getroffen, die dann auch noch Ihr Hobby teilen.

Das stimmt.

Bislang sind alle Kandidaten bei „Adam sucht Eva“ intimrasiert. Stand das in den RTL-Verträgen? Oder rasieren sich heute sowieso alle den Schritt?

Das kann ich natürlich nur aus dem Freundeskreis beantworten.

Hut ab, das könnte ich nicht!

Ich kenne das schon so, dass der Mann von heute sich auch untenrum pflegt.

Matthias, RTL nennt Sie in der Pressemappe einen Naturburschen! Sie können Ihr Outdoor-Equipment unmöglich mit einem Rasierer belasten. Sie sind doch sogar Bartträger.

Ja, aber schon um dem Bart zu kürzen, musste ich einen Rasierer einpacken. Was die Intimrasur angeht, würde ich sagen: Lassen Sie sich einfach überraschen!


„Adam sucht Eva 2016: Promis im Paradies“ – unter diesem Titel zeigt RTL im Oktober 2016 die dritte Staffel der FFK-Kuppelshow. Zum veränderten Konzept gehört die Eventprogrammierung in täglicher Ausstrahlung, vor allem aber die Beteiligung von Promi-Kandidaten. Als Promi-Adam und Promi-Evas wirken mit: Ronald Schill, Peer Kusmagk, Sarah Joelle Jahnel, Daniel Köllerer, Leo Bartsch, Janina Youssefian und Janni Hönscheid. „Adam sucht Eva“ startet am Samstag, 1. Oktober, um 22.30 Uhr. Die nachfolgenden Ausgaben beginnen zwischen um 22.05 und 22.45 Uhr.

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