06.05.2016, 14:58 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Sigmund Freud im Doodle Sigmund Freud: Analytiker, Kokser, Fischhoden-Experte


Berlin. Sigmund Freud war nicht nur der Vater der Psychoanalyse – sondern auch Kokser und Experte für Fisch-Hoden. Freud-Fakten zum 160. Geburtstag, den Google mit einem Doodle feiert.

Sigmund Freud (1856-1939) wurde heute vor 160 Jahren geboren. Google ehrt den Vater der Psychoanalyse am 6. Mai 2016 mit einem Doodle.

Sigmund Freud: Experte für Fisch-Hoden

Weil er die Psychoanalyse erst noch selbst begründen musste, hat Sigmund Freud sein Studium wohl oder übel in anderen Disziplinen absolvieren müssen. Eine seiner ersten Publikationen fußte auf Untersuchungen an Aal-Hoden. Seinen Doktor machte er mit einer Arbeit „Über das Rückenmark niederer Fischarten“. (Zerg Rush, Tilt und Barrel Roll: Mit diesen Google Easter Eggs bringen Sie Ihre Kollegen zur Verzweiflung)

Bei Nebenhöhlenentzündung wurde Freud zum Kokser

Als Mittzwanziger befasste Freud sich mit der Pharmakologie von Kokain, das er sich im Dienste der Forschung auch im Selbstversuch verabreichte. Die Morphium-Sucht eines Kollegen behandelte er mit Kokain – mit dem Erfolg, dass der Patient Kokain-abhängig wurde. Sigmund Freud selbst ließ sich Kokain verschreiben, wenn er unter Nebenhöhlenentzündung litt. (Sigmund Freuds Tochter hatte auch schon ein Doodle. Wer war Anna Freud?)

Freuds „Traumdeutung“: Diskrete Fälschung beim Datum der Ersterscheinung

„Die Traumdeutung“, das erste zentrale Werk zur Psychoanalyse, publizierte Freud mit 43 Jahren – am 4. November 1899. Ihm selbst schien dabei sehr bewusst zu sein, wie sehr seine Erkenntnisse in die Zukunft vorausdeuten. Das Erscheinen wurde in der Erstausgabe auf 1900 vordatiert, womit Freud sich selbstbewusst als Mann des 20. Jahrhunderts auswies. (Welche Doodles sind verboten? Die internen Regeln der Google-Spielerei)

So vertrieben die Nazis Sigmund Freud

Schon 1933 gehörten Sigmund Freuds Schriften zu den Werken, die bei der Bücherverbrennung zerstört wurden. Nach dem „Anschluss Österreichs“ sah Freud sich 1938 gezwungen, Wien zu verlassen und nach London zu emigrieren. Vier von Freuds fünf Schwestern blieben im Lande und wurden in Konzentrationslagern ermordet. (Nettie Stevens im Doodle: Beim Sex gab es für sie nur X und Y)

Freuds Tod: Sterbehilfe im Exil

Sigmund Freuds starb am 23. September 1939 im Londoner Exil. Als starker Zigarren-Raucher litt Freud über viele Jahre an Gaumenkrebs. Schon 1923 waren ihm der Gaumen und ein Teil des Oberkiefers entfernt und durch eine Prothese ersetzt worden. In den folgenden Jahren war er über dreißigmal operiert worden. Im Alter von 83 Jahren ließ er sich von seinem Hausarzt eine tödliche Dosis Morphin verabreichen. Freud wurde mit seiner Frau Martha und seiner Tochter Anna in einem Londoner Kolumbarium beigesetzt. (Doodle über Lotte Reiniger, die Frau, die Disney in den Schatten stellte)

Quelle: Wikipedia


Sigmund Freud wurde am 6. Mai 1856 in Freiberg in Mähren als Sigismund Schlomo Freud geboren und starb am 23. September 1939 in London. Werke wie „Die Traumdeutung“ machten ihn zum Begründer der Psychoanalyse. Wichtige Schriften Sigmund Freuds sind „Totem und Tabu“ (1913), „Das Ich und das Es“ (1923), „Das Unbehagen in der Kultur“ (1930).

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